Georg Trummer, Johann Seitz, Bernhard Saurenbach, Jürgen Stauber, Günter Preißl, Dieter Bauer und Hermann Pirzer. (Bild: Werner Scheibl)

Amberger Tafel trotzt Herausforderungen und blickt positiv auf 2024

Obwohl die hohe Anzahl der registrierten Haushalte konstant geblieben ist, konnte der Tafelvorsitzende Bernhard Saurenbach wieder positiv über das Jahr 2024 berichten. Über 1100 Haushalte mit 1650 Erwachsenen und 1100 Kinder sind angemeldet, davon 540 Haushalte aus der Ukraine die um 10% gegenüber Vorjahr gestiegen sind. Bei den Flüchtlingen aus der Ukraine sind überwiegend 200 alleinstehende Frauen und 120 Frauen mit bis zu drei Kinder gemeldet. 60 Prozent der 975 Tafeln in Deutschland müssen die Menge der ausgegebenen Lebensmittel müssen reduzieren, 30 Prozent vermelden einen Aufnahmestopp. 2023 hat die Bundesregierung mit dem Handel einen Pakt gegen Lebensmittelverschwendung mit dem Ziel, bis 2030 die Lebensmittelabfälle zu halbieren. Trotz der Verdoppelung der Kunden seit 2022 konnte die Tafel dank vieler Spender, zweckgebunden für Lebensmitteln oder Sachspenden allen Kunden genügend Lebensmittel ausgegeben. Mit 270 Tonnen von den Märkten, 30 Tonnen von Firmen, privat und von der Logistik der Tafel Deutschland gespendet, wurden 33.000 Körbe ausgegeben, im Schnitt 10 kg pro Einkauf für Alleinstehende oder Familien bis zu acht Kinder. 280 Kisten Lebensmitteln und Geldspenden sammelten die Firmlinge St. Martin, Schüler der Walter-Höllerer-Realschule und die Ministranten Dreifaltigkeit bei den Aktionen „Ein Lebensmittel mehr”. Bei vielen Kirchen konnte die Tafel die Erntedankgaben am Altar abholen, Ergebnis 101 Kisten Lebensmittel. Von zweckgebundenen Spenden wurden an alle registrierten Kunden wieder Einkaufsgutscheine bei C&A und Siemes ausgegeben, zusätzlich 605 Gutscheine für Schulmaterial zum Schulbeginn. 70 Schultaschen erhielten alle Schulanfänger, gespendet von Privatspender und BR-Sternstunden. Traditionell ist die Wunschzettelaktion vor Weihnachten bei der über 400 Weihnachtspäckchen im Wert von jeweils 25 Euro zusammenkamen. Durch eine Großspende von einer Unternehmerfamilie aus dem nördlichen Landkreis wurden die alten Garagen abgerissen und neu gebaut mit einer Photovoltaikanlage 10,5 kWp und Speicher 16 KW gebaut Eine sinnvolle Investition, da die Tafel einen großen Stromverbrauch durch die Kühleinrichtungen hat und damit den Strombezug fast halbiert.
Das Vorstandsteam wurde neu aufgestellt (von links) Georg Trummer, Hermann Pirzer, Hans Seitz, Bernhard Saurenbach, Jürgen Stauber und Günter Preißl. (Bild: Robert Schißlbauer/exb)

Mitgliederversammlung der Tafel Amberg mit Ehrungen und Neuwahlen

Trotz einer Verdoppelung der Kundenhaushalte und weniger Spenden von den Lebensmittelmärkten konnte der Tafelvorsitzende Bernhard Saurenbach bei der Mitgliederversammlung der Amberger Tafel positiv über das Jahr 2023 berichten. „Die Unterstützung durch viele Privatspenden, Geld oder Sachspenden, und Firmen war überwältigend”, so der Vorsitzende. Bernhard Saurenbach berichtete über das große Interesse mit 15 Führungen in den Räumen der Tafel und drei Vorträge in den Schulen. Vor Beginn des Überfalls auf die Ukraine registrierte die Tafel 600 Haushalte, aktuell seien es 1132 Haushalte mit 1700 Erwachsenen und 1100 Kinder, darunter 510 ukrainische Haushalte mit 800 Erwachsenen und 450 Kinder, die mit Lebensmittelspenden regelmäßig unterstützt werden. In den vergangenen Monaten verspürte die Tafel, dass wieder mehr Flüchtlinge aus Syrien und auch aus dem Iran eine Berechtigung beantragen. Verwundert sei Saurenbach, dass Anmeldungen von Personen, die eine Grundsicherung im Alter erhalten oder Bezieher von Wohngeld konstant bleibe. Aus zweckgebundenen Spenden seien wieder Gutscheine zum Kauf bei C&A für Kleidung und Siemes für Schuhe ausgegeben worden, hieß es. BR-Sternstunden habe die Tafel mit Schultaschen für Schulanfänger unterstützt. Mit 50 Schultaschen von Sternstunden und zusätzlich 30 Schultaschen von zweckgebundenen Spenden habe jeder Schulanfänger eine Schultasche erhalten. Zusätzlich erhielten alle 630 Schüler zum Beginn des Schuljahres einen Gutschein in Höhe von 30 Euro für Schulmaterialien.
Der Vorstand des Frauenbundes überreichte die Spenden in Höhe von 250 Euro an Pfarrer Werner Sulzer (links), 200 Euro an Doris Flieder (Zweite von links) und 200 Euro an Bernhard Saurenbach (Vierter von links). (Bild: bjo)

Katholischer Frauenbund Schmidmühlen spendet 650 Euro an Amberger Tafel

Der Vorstand des Katholischen Frauenbundes hatte beschlossen, einen Teilerlös des Verkaufs von Kaffee und Kuchen beim Marktfest Schmidmühlen zu spenden. „Wir wollen mit diesen Spenden die Pfarrei, die Bücherei und die Tafel Amberg unterstützen“, betonte Rosi Obermeier vom Vorstandsteam des Frauenbundes. Bei der Spendenübergabe berichtete Vorsitzender Bernhard Saurenbach auf Wunsch des Frauenbundes über die Amberger Tafel. „Die Tafel Amberg versorgt Bedürftige gegen eine freiwillige Spende mit Lebensmitteln. Tag für Tag werden in Deutschland Tonnen von Lebensmitteln vernichtet. Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern, Brot und Backwaren, die sich am Herstellungstag nicht verkaufen ließen. Lebensmittel aus Supermärkten, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen. Einwandfreie Ware aus Überschussproduktion. Diese Waren können in unserem Tafelladen gegen eine geringe Spende bezogen werden“, betonte Saurenbach. „Wir versorgen derzeit 1150 Haushalte mit fast 1700 Erwachsenen und fast 1200 Kindern, darunter gut 648 ukrainische Haushalte mit 968 Erwachsenen und über 500 Kindern.“ Die Amberger Tafel arbeitet mit 85 ehrenamtlichen Helfern, deren Aufgabe das Abholen, Sortieren und Verteilen der gespendeten Lebensmittel ist. Auch Pfarrer Werner Sulzer für die Pfarrei und Doris Flieder für die Bücherei dankten dem Katholischen Frauenbund für die Spenden.
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