Nach dem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche folgten die Kindergärten mit bunten Laternen und fröhlichen Liedern Martin und seinem Pferd durch die Straßen der Altstadt. (Bild: Raphael Haubelt)

Die Pfarrei Nabburg ehrt den Hl. Martin mit einem großen Laternen-”Spiel”-zug durch die Altstadt

Wie ein römischer Soldat zum Bischof wurde, das erzählt die Legende des Hl. Martin - und die haben die Kindergärten St. Marien und St. Angelus mit vielen weiteren Besuchern am vergangenen Sonntag in Nabburg nicht nur gehört, sondern live „miterlebt”. Schon beim Wortgottesdienst in der voll besetzten Stadtpfarrkirche stand Martin als Vorbild im Mittelpunkt von Fürbitten, Predigt oder Gesängen und erst recht, als er in Persona mit Helm, Brustpanzer, Schwert und rotem Mantel vor die Kinder trat und sie einlud, ihn und sein Pferd durch die Stadt zu begleiten. Im Moment, da der lange Zug mit vielen bunten Laternen und fröhlichen Liedern das Mähntor erreichte, trat ein Bettler frierend aus der Durchfahrt. Ganz im Gegensatz zu den drei Bürgersfrauen, die ihm nur hilflos gegenüberstanden, hatte Martin großes Mitleid, teilte spontan seinen Umhang mit dem Schwert und warf die eine Hälfte dem armen Mann um die Schultern. Weiter bergauf, übermannte Martin die Müdigkeit und er schlief vor dem Rathaus ein, als ihm Christus im Traum erschien, seine Barmherzigkeit lobte und ihn aufforderte, sein Soldatendasein „abzulegen”, um ihm nachzufolgen. Gesagt, getan – doch so sehr ihn die Bürger daraufhin drängten, ihr Bischof zu werden, so rasch entfloh er ihnen und verkroch sich. Lange mussten sie nicht suchen, denn aufgeregtes Gänsegeschnatter verriet sein Versteck und so trat er dann doch bereitwillig vor aller Augen in Amt und Würden vor das Kirchenportal. Die Freude darüber war groß und so zog die ganze Schar mit ihm an der Spitze anschließend in den Spitalhof, um dort „ihren neuen Bischof“ gebührend zu feiert: Mit der Jugendblaskapelle, den von der Stadt spendierten und Pfarrer Hannes Lorenz gesegneten Martinsbrötchen für alle Kinder sowie „Würschtl” und Glühwein, organisiert von den Elternbeiräten beider beteiligter Kindergärten.
Mit viel Eifer und Freude sammelten die Kinder die Kartoffeln ein.  (Bild: Sabine Hayn)

Kindern ernteten fleißig Kartoffeln auf dem Feld der Familie Dobler

Auf großes Interesse ist das Kartoffelfest des Familienteams der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Perschen gestoßen. Maria und Anton Dobler mit Junior Jakob hießen die Kinder und Eltern dazu herzlich willkommen. Ausgestattet mit Eimer und Gummistiefeln starteten die Teilnehmer zunächst auf den Acker. Anton Dobler holte die Kartoffeln mit einem Siebroder aus der Erde. Eifrig und mit viel Freude sammelten die Kinder sie auf. Mit der Ernte im Eimer ging es dann auf den Hof, wo das Ehepaar Dobler den Kindern die Abläufe und die Geräte wie zum Beispiel den Kartoffelvollernter zeigte und erklärte. Dann ging es ans Sortieren. Die wurmigen, grünen Knollen wurden per Hand aussortiert. Die Kinder erfuhren, dass das Grüne an den Kartoffeln aufgrund des hohen Solaningehalts giftig ist. Die schönen Knollen wanderten in die Absackwaage mit voreingestelltem Gewicht. Dort durften sich die Kinder ihr Eimerchen voll machen als Lohn für die Arbeit. Die Doblers bauen elf verschiedene Sorten Kartoffeln an, die sie zum Teil auch direkt vermarkten-im eigenen Laden auf dem Hof, auf dem Bauernmarkt in Perschen oder dem Wochenmarkt in Weiden. Es gibt Frühkartoffel und Lagerkartoffel mit Namen wie Annabelle, Lea, Laura oder Sissi, eine festkochende, vorwiegend festkochende sowie eine mehlige Sorte. Schließlich mussten die Kartoffeln natürlich auch verkostet werden. Und was passt besser zu gekochten Erdäpfeln als frische Butter. Da wurde es für die Kinder noch einmal anstrengend, denn jeder durfte sich seine Butter aus Sahne selbst schütteln. In entspannter Runde wurde das einfache, aber leckere Mahl gegessen. Mit vielen Informationen, kleinen Geschenken und ihren Kartoffeln im Eimer machten sich die Familien auf den Nachhauseweg. Das Familienteam bedankte sich herzlich bei Maria und Anton Dobler, die das Kartoffelfest zu einem Erlebnis für Jung und Alt werden ließen. Nächster Termin des Familienteams ist am 31. Oktober ein gemeinsames Drachensteigen für Familien.
Nach dem Festgottesdienst stellten sich alle zusammen mit Pfarrer Hannes Lorenz und den Ministranten zum Gruppenbild auf. (Bild: Raphael Haubelt )

Die Pfarrei St. Johannes Nabburg feierte mit 26 Mädchen und Jungen Erstkommunion

Ganz im Sinne des lateinischen „Communio“ sollte jedem Gläubigen die „Gemeinschaft“ am Tisch des Herrn besonders wertvoll sein. Daher bleibt jungen Christen zusammen mit ihren Familien und Freunden auch jener Tag der „Erstkommunion“ oft in ganz besonderer Erinnerung. Eben jenes spezielle Ereignis feierte die Pfarrei St. Johannes Nabburg am vergangenen Sonntag in einem festlichen Gottesdienst zusammen mit: Finn Bauer, Florian Bronold, Vinzent Eckl, Felicitas Endres, Michael Friedrich, Luise Graf, Bastian Hofstetter, Hanna Hummel, Jonas Kinner, Josephine Klinkmüller, Anna Klonner, Jonas Klucken, Julia Kreitner, Pia Kreitner, Julia Landgraf, Erik Liegl, Annabell Pfeiffer, Lea Raß, Moritz Rauch, Finn Scharf, Maximilian Scheck, Phillip Schubert, Marlena Spitaler, Silas Stadlbauer, Emma Tremel und Isabel Werner. Pfarrer Hannes Lorenz legte in seiner Predigt dem „Nachwuchs“ ans Herz, den engen Kontakt zu Glaube und Gemeinde nicht zu verlieren. Er sah ihn vielmehr als „lebenserhaltende“ Verbindung an. Getrennt vom Saft und der Kraft des Weinstockes, verdorrt jeder Sprössling bis er schließlich abfällt. Wer aber die Einladung des Herrn, die Kommunion zu empfangen, zu schätzen weiß, der kann aus frischer Quelle schöpfen und vieles wird ihm künftig gelingen. Diese Botschaft gilt es in den Familien wie auch in der Pfarrei an unsere Kinder weiterzugeben, betonte er.
Eine Nabburger „Waldweihnacht” ganz nach dem Geschmack der Besucher - mit besinnlichem Auftakt bei Kerzen- und Fackelschein, Musik und Texten, danach Glühwein und Bratwürstl. (Bild: aub)

Pfarrei Nabburg feiert „Waldweihnacht” vor der Brünnlkirche

Nach der positiven Resonanz auf die letztjährige, geführte „Winterwanderung”, die das Familienteam der Pfarrei Nabburg mit einer Feier vor der Brünnlkirche enden ließ, war klar: Heuer laden wir dorthin alle zur „Waldweihnacht” ein. Und so ließen sich viele, offenbar motiviert durch das idyllische Titelbild des Pfarrbriefs, auch von den aufgeweichten Wegen nicht abhalten, diese ganz besondere Atmosphäre inmitten der Natur nur bei Kerzen- und Fackelschein zu genießen. Dem entsprechend stellte Pfarrer Hannes Lorenz auch eine Hirten-Geschichte in den Mittelpunkt der Andacht, die zum „O du fröhliche” mit dem Entzünden der Christbaumkerzen begann. „Das Wunder der hellen Nächte” berichtete vom kleinen Hirten, der überwältigt vom himmlischen Eindruck seines Krippen-Besuchs beschließt, „alles will ich bringen, geben und schenken, um das Wunder noch einmal zu erleben, allein für mich”. So legte er dem Jesuskind täglich unzählige weltliche Gaben zu Füßen, bis er den Stall dunkel und verlassen vorfand – nur seine Geschenke lagen noch da. Mit schmerzerfüllter Seele verteilte er sie schließlich sinnvoller und nutzbringender an die anderen Hirten und „spürte dabei plötzlich ein inneres Leuchten und ähnlich tiefe Freude wie in jener Heiligen Nacht, deren Wunder sich in ihm verwandelte und lebendig erhielt”. Begleitend dazu zitierte Sabine Hayn Gedanken des Mundartdichters Helmut Zöpfl: „Wachts auf”, verkündete der Engel einst, „machts auf eure Augn, sperrts auf eure Ohrn, horchts hi und deads schaugn. Aa in unserer Zeit daads uns öfter net schadn, wenn ma hin und wieder mehr aufwacha daadn. Und fragen, was wesentlich is, und daß i net ganz nach obn z'schaugn vergiß.” Besser hätte man die Intention dieser „Waldweihnacht” an der illuminierten Brünnlkirche nicht zusammenfassen können, die musikalisch begleitet durch die Gruppe „Blechrauschen” aus Schwarzenfeld mit Glühwein und Bratwürstl und, wer wollte, eigenhändigem Ziehen am Glockenseil ausklang.
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