v.l.n.r: Kassier Michael Melchner, StB Florian Vogel, Stadträtin Brigitte Schwarz, Vorsitzender Georg Wallisch, BSV Monika Reichel, 2. Vorsitzende Ricarda Schumann. (Bild: Annett Petzold)

Jahreshauptversammlung des Imkervereins Weiden

Am vergangenen Freitag fand die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Weiden und Umgebung statt. Vorsitzender Georg Wallisch berichtete von einen schwierigen Bienenjahr, das zwar mit einem warmfeuchten Jahresbeginn gute Frühtracht lieferte, was aber zu teils sehr hohen Wassergehalten im Honig führte. Die größte Herausforderung war jedoch der massenweise Eintrag von Melezitose-Honig, der in den Waben so fest auskristallisierte, dass er nicht wie normaler Honig ausgeschleudert werden konnte. Von diesem Phänomen waren Imker flächendeckend in ganz Süddeutschland betroffen. Die meisten Imker mussten deswegen diese Zementhonig-Waben entsorgten. Mittels Schmelz- und Pressverfahren konnte aber ein Teil dieses sehr aromatisch schmeckenden Waldhonigs gewonnen werden. Der Honigmarkt steht weiterhin unter einem starken Preisdruck durch billige und in vielen Fällen gepanschte Honigimporte aus Fernost. Durch die mediale Berichterstattung würden die Verbraucher zunehmen sensibler für regionale Produkte. Der Imkerverein führt dazu auf seiner Webseiten neben anderen Informationen zum Thema Imkerei auch eine Liste mit Honigverkaufsstellen lokaler Imker. Regionalen Honig und viele Informationen zu Bienen & Natur bot der Imkerverein auch beim 1. Neustädter Erntedankmarkt im vergangenen Oktober an, was großen Anklang bei den Besuchern fand. Ebenso war der Verein am Schulfest der Grundschule Bechtsrieth vertreten, wo Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern Honig verkosten und ein Bienenvolk bestaunen durften. Weitere Vereinsaktivitäten waren neben den regelmäßigen Monatsversammlungen das Sommerfest beim Schlosswirt in Rupprechtsreuth sowie der Probeimkerkurs, bei dem acht Jungimker nach einem erfolgreichen Jahr Probeimker-Kurs ihre Teilnahmeurkunden zum Abschluss im November erhielten.
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