Die drei CSU-Nikolausabordnungen überraschten die Kinder bei Hausbesuchen. (Bild: Karl Ziegler)

Parteien halten langjährige Nikolaustradition in Eslarn aufrecht
von Karl Ziegler

Den Brauch der Nikolausbesuche in Eslarn pflegen seit Jahrzehnten örtliche Organisationen. Mächtig viel zu tun hatten aufgrund der 31 angemeldeten Termine zweiter Bürgermeister Thomas Kleber, Gregor Härtl und Eduard Voit. Die drei CSU-Mitglieder schlüpften in die roten Gewänder und überraschten als Nikoläuse die Kinder. Die vorweihnachtlichen Boten begleiteten aus der Jungen Union (JU) jeweils ein Krampus und ein Chauffeur. Neben wenig Tadel gabs vor allem viel Lob für den Nachwuchs, der von den himmlischen Gesandten einiges Wissen wollte. Dagegen überraschte dritter Bürgermeister Bernd Reil von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) wie viele Jahre zuvor als Sankt Nikolaus den Nachwuchs in der Kinderkrippe und im Kindergarten. Vor dem Besuch bereitete der Elternbeirat mit FWG-Vorsitzender Karin Stahl zahlreiche Nikolaussäckchen vor. „Den süßen Inhalt finanziert die FWG.” Auch Reil musste viele Fragen der Kinder beantworten. Da kein Schnee auf der Straße und in den Fluren lag und es regnete, wollten die Kinder einiges über die Anreise mit dem Schlitten wissen. „Ich hab den Schlitten extra umgebaut und Räder angebracht”, versuchte Reil die Frage zu beantworten. Ebenfalls von Haus-zu-Haus zu 16 Familien unterwegs war der SPD-Nikolaus (Daniel Biermeier) mit seinem getreuen Krampus (Thomas Reindl) und den Engeln (Dea Dippel und Katja Hierold). Die erhaltenen Spenden aus der SPD-Aktion in Höhe von 370 Euro kommen laut Biermeier in die Heimat-Festkasse. Die Nikolaus-Abordnungen nahmen sich mit dem Grußwort „Ho, ho, ho” bei den Kindern reichlich Zeit zur Unterhaltung. Ein Dankeschön kam an die drei Parteien vor allem von den Familienmitgliedern, die sich für die Beibehaltung der Nikolaus-Aktionen aussprachen und für den „himmlischen Besuch” dankbar zeigten.
Die Mitglieder der AWO-Tagespflege erhielten für ihre Auftritte kräftigen Beifall. (Bild: Karl Ziegler)

Prominente Sänger überraschten das Publikum beim Eslarner Oktoberfest

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) verwandelte beim „Oktoberfest” die „Alte Turnhalle” in einen Festsaal und die Blaskapelle „Schlossberger” und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) sorgten verkleidet als Promi-Sänger für ein unterhaltsames und humorvolles Oktoberfest-Feeling. Die Veranstaltung besuchten gut gelaunte Gäste aus nah und fern, Vereinsabordnungen und ehemalige Eslarnerinnen. In den Kreis mischten sich Bürgermeister Reiner Gäbl und Markträte. Die Mitglieder der FWG boten bayrische Brotzeiten, dazu süffiges Eslarner Bauriedl-Bier vom Fass, und fesche Mädels begehrte „Klopfer” und Schnaps von der Feinbrennerei Prinz. Wer wollte konnte sich auch einen leckeren Aperol oder als Aperitif einen „Lillet” gönnen. Wer seinen Aufenthalt mit Freunden im Bild festhalten wollte, der hatte in Evas-Fotobox eine Gelegenheit dazu. Ein breites Repertoire mit bayerisch-böhmischer Blasmusik servierten 16 Musiker und SängerIn der Eslarner Schlossberg-Blaskapelle. Nicht nur musikalisch begeistert die 1978 von Albert Grießl gegründete Kapelle, sondern mit Elisabeth Grießl, Norbert Roßmann und Rudi Salomon auch mit Gesang. Zudem führte Roßmann als Moderator durchs Programm und dirigierte die Kapelle. Begeistert waren die Zuhörer unter anderen vom zauberhaften Arrangement für Blasorchester „Hallo kleine Maus” von Saso Avsenik und seinen Oberkrainern. Mit Ernst Hutter können sich die Egerländer Musikanten sicher sein, einen würdigen Nachfolger für Ernst Mosch gefunden zu haben. Einige Blasmusik-Hits der Musikerlegende und der Insbrucker Böhmischen und Kaisermusikanten hatten auch die Schlossberger in ihrem Programm. „In der Turnhalle starteten wir im Frühjahr beim Starkbierfest der FFW in die lange Saison und heute im Herbst beenden wir wiederum in der Turnhalle unser Jahresprogramm”, so Gesamtleiter Albert Grießl. In der Pause überraschten mit bemerkenswerten Auftritten einige Mitarbeiter des Pflegezentrums Tagespflege der Arbeiterwohlfahrt. Gekonnt mit Bewegung und Lippensynchronisation performten fünf Frauen und ein Herr eine sehenswerte Hitparade. Beifall vom Publikum für die Imitatoren gabs bereits für das stimmige Qutfit. Den musikalischen Start der humorvollen Showeinlagen übernahm FWG-Vorsitzende Karin Stahl mit Stefanie Grünbauer als „Marianne und Michael” mit dem Schlager „Wann fangt denn endlich d' Musi an”. Mit dem Lied „I wü nur zruck zu dir” des österreichischen Musikprojektes Nickerbocker & Biene begeisterte das Duo Katja Grosser und Leonie Reil, die mit 16 Jahren Jüngste in der Runde. An den Ohrwurm „Fürstenfeld” der österreichischen Pop-Rock-Band „S.T.S.” (Steinbäcker–Timischl–Schiffkowitz) erinnerten Corinna Zelt und Stefanie Grünbauer. Dagegen ins Rampenlicht mit passendem Kostüm stellte nicht zuletzt Harald Kunz den Schlagersänger DJ Ötzi mit „Ein Stern, der deinen Namen trägt”. Abschließend präsentierten die sechs Darsteller im Takt zum Wiesenhit „Rock mi heit Nocht” vom Voxxclub eine mit viel Applaus begleitete Tanzeinlage. Zum Ende der Veranstaltung signalisierten FWG-Vorsitzende Karin Stahl und dritter Bürgermeister Bernd Reil (FWG) Zufriedenheit zum Besuch und dankten allen HelfernInnen.
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