Am Valentinstag luden alle evangelischen und katholischen Gemeinden von Gebenbach bis Schnaittenbach und Hirschau bis Ammersricht zu einer ökumenischen Andacht in die Kirche St. Konrad in Ammersricht ein. Pfarrer Michael Jakob freuet sich sehr über die vielen Paare, die gekommen waren. Er und die evangelische Pfarrerin Monika Arweck segneten die Paare einzeln vor dem Altar. In seiner Ansprache nannte Gemeindereferent Martin Melchner den Heiligen Valentin den Patron der Liebenden und wünschte den Paaren, das sie sich gegenseitig kleine Gesten der Aufmerksamkeit und Liebe schenken. Regionalkantor Rudolf Fischer am E-Piano und Ulrike Straub mit der Bratsche sorgten für eine wunderschöne, musikalische Umrahmung der Andacht. Anschließend stießen die Paare im Gemeindehaus mit Sekt an.
Stimmungsvoll war der Pfarrsaal mit Kerzen erleuchtet, wobei jedes Paar ein eigenes Tischchen mit Spezialitäten serviert bekam. Neben romantischer Musik gab Paartherapeuth Sebastian Sonntag lebensnahe Tipps für die Partnerschaften: Aus seiner fünfzigjährigen Praxis nannte er zwei Grundelemente, wozu er zwei Stofftiere, einen Hasen und eine Schildkröte mitbrachte: Damit wollte er zeigen, dass Mann und Frau mit ihrer je eigenen Herkunftsgeschichte vollkommen verschieden sind. Der Hase habe keine Ahnung von Schildkröten und die Schildkröte keine Ahnung von den Bedürfnissen des Hasen, erklärte er. Diese Andersartigkeit sollte der Partner akzeptieren, nicht ändern wollen und auch nicht bewerten nach dem Motto: „Wir sind ganz schön verschieden, besonders du!“
Das zweite Grundelement ist die Selbstliebe: „Ich bin gerne ein Hase!“ Ungeliebte Menschen suchen in ihrer Partnerschaft etwas, das sie nie bekommen werden. Besonders eindrücklich sei dazu der Titel eines Buches „Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest!“
Ein Kind verändere die Beziehung, ist Bereicherung und Belastung zugleich. Zuallererst sei eine stabile Paarbeziehung das Wichtigste, denn sie gebe den Kindern Sicherheit. „Was Eltern Gutes für sich tun, das tun sie auch für die Kinder!“, bemerkte Sebastian Sonntag. Er ermunterte die Paare, sich selbst Freiraum zu lassen und den anderen wert zu schätzen. Die Paare waren sich alle einig, einen romantischen, aber auch informativen Abend verlebt zu haben. Zum Schluss erhielt jede Dame noch eine rote Rose.