Müllsammler entlang der B22. (Bild: Stefan Steininger)

Große Müllsammel-Aktion in Speichersdorf

„Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern”(Afrikanisches Sprichwort). Gemäß diesem Motto organisierten auch dieses Jahr wieder der CVJM, die Jugendfeuerwehr Kirchenlaibach und Speichersdorf, der Pfadfinderstamm Kirchenlaibach, der FGV und der B.U.N.D. Speichersdorf in und um die Gemeinde Speichersdorf eine große Müllsammel-Aktion. Circa 60 Frauen, Männer, Kinder und zwei Hunde versammelten sich vor der katholischen Kirche um in alle Richtungen auszuschwärmen. Auch in diesem Jahr blieb die Müllbilanz erschreckend hoch. Die freiwilligen Helfer stellten besonders an den Straßenrändern ortsauswärts fest, dass nach wie vor, viele Menschen ihren Müll einfach aus dem Fenster werfen. „Manchmal werden sogar ganze Aschenbecher einfach am Straßenrand entleert,“ so Claudia Hauer, vom B.U.N.D. Naturschutz. Besondere Funde waren außerdem Autoreifen, ein Lautsprecher, eine Neonröhre und getragene Kleidung. Auch an den „Hotspots“ rund um die Einkaufszentren fanden die Sammler jede Menge Müll. Nach getaner Arbeit trafen sich die fleißigen Sammler, unter ihnen vor allem viele Kinder zu einer Brotzeit, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde. Bürgermeister Christian Porsch dankte allen und lobte die Kinder ein Vorbild für andere zu sein und für ein „liebenswertes Speichersdorf“ (O-Ton) voran zu gehen. Auch unter dem Jahr gibt es einzelne Personen aus den Reihen des FGVs und B.U.N.D. Naturschutzes, die das Müllsammeln rund um Speichersdorf betreiben. Die Beteiligten sind sich außerdem bei einem Thema einig: Zigaretten gehören in den Restmüll und nicht in die Natur. Jeder zweite von drei Kippenstummeln landet nicht im Müll. Laut der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt und Entwicklung e.V. produziert der Sektor 3,2 Millionen Tonnen Müll in Form von Verpackungsmaterial, Zigarettenpapier und Zigarettenfilter. Darin sind viele Mikroplastiken enthalten, die ins Grundwasser und somit in den menschlichen Körper gelangen. Eine weitere Bedrohung für die Natur ist die Einführung von E-Zigaretten und Vapes, welche neue Umweltprobleme schafft.
Die Gruppe der BUND-Naturschutz Kids. (Bild: Verena Porsch)

BUND-Naturschutz veranstaltet 24 Stunden Zeltlager für Kinder

Am vergangenen Donnerstag erlebten die jungen Naturfreunde des BUND-Naturschutzes Ortsgruppe Speichersdorf einen aufregenden Tag beim eintägigen Zeltlager auf der eigenen Streuobstwiese bei Zeulenreuth. Die Kinder tauchten in ein buntes Programm ein, das neben Aktivitäten auch viele wertvolle Erkenntnisse über den Natur- und Umweltschutz vermittelte. Zu Fuß ging es mit großer Vorfreude auf die nächsten 24 Stunden Richtung Zeltplatz. Nach kurzer Einführung stand der Aufbau der Zelte auf dem Programm. Danach ging es ans Kochen auf dem offenen Feuer. Mit Begeisterung schnippelten alle fleißig für eine leckere Gemüsesuppe. Unter Anleitung lernten die Kinder, wie man sicher ein Lagerfeuer entzündet und welches Material dabei verwendet wird. Am Nachmittag standen zwei kreative Stationen auf dem Programm. Die Kinder bastelten individuelle Traumfänger, die nicht nur eine schöne Erinnerung an den Tag darstellten, sondern auch ihre handwerklichen Fähigkeiten förderten. Zudem wurde in einer anderen Station an der Herstellung von Igelbehausungen gearbeitet. Dort lernten die Kinder, wie wichtig es ist, Wildtieren einen sicheren Rückzugsort zu bieten und wie man solche Behausungen umweltfreundlich bauen kann. Das Highlight am späten Nachmittag war die von den Kindern eigens organisierte Schnitzeljagd. In zwei Teams eingeteilt, mussten die Kinder Fährten im Wald und auf den Wiesen legen und finden. Der Tag endete für alle mit Stockbrot und Würstchen am Lagerfeuer. „Wir freuen uns, dass die Kinder Spaß haben und wertvolle Kenntnisse über das Zelten und die Natur erwerben können. Es ist uns wichtig, Kindern ein Bewusstsein für unsere Umwelt zu vermitteln.“ sagte Verena Porsch, Organisatorin des Zeltlagers. Das eintägige Zeltlager des BUND-Naturschutzes wird wohl weiterhin ein Bestandteil des Speichersdorfer Ferienprogramms bleiben, weil es Kindern eine wunderbare Gelegenheit gibt, sich mit der Natur auseinanderzusetzen.
Der rauhe Kulm im Vollmondlicht  (Bild: Claudia Hauer)

Vollmondwanderung durch den Staatswald: Ein unvergessliches Abenteuer für Kinder

Am Montagabend erlebten 23 Kinder aus Speichersdorf und Umgebung ein aufregendes Abenteuer bei einer Vollmondwanderung durch den Staatswald. Organisiert wurde der Ferienprogrammpunkt von der B.U.N.D. Naturschutz-Gruppe Speichersdorf. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und bot den Teilnehmern zwischen 7 und 11 Jahren eine einmalige Gelegenheit, die Natur in einer ganz besonderen Atmosphäre zu erleben. Um 19:15 Uhr versammelten sich die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und den ehrenamtlichen Betreuern des B.U.N.D. am Waldrand. Nach einer kurzen Einführung über den Ablauf und einigen Sicherheitshinweisen ging es los. Die Gruppe machte sich, ausgestattet mit Taschenlampen und wetterfester Kleidung, auf den Weg in den Wald bei Zeulenreuth. Die fünf kilometer lange Wanderung führte auf Pfaden, vorbei an hohen Bäumen und dichten Sträucher. Der erfahrene Naturführer Bernhard Hauer, der die Gruppe begleitete, hielt immer wieder an, um den Kindern Naturspektakel aus der Pflanzen- und Tierwelt zu zeigen. Dazu gehörte die Beobachtung von Erdkröten und das Antippen von indischem Springkraut. Der Mond im August steht der Erde näher als sonst. Der Vollmond ist deshalb noch einmal größer als in anderen Monaten. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichte die Gruppe die Streuobstwiese, welche ideal für das Picknick und den Blick auf den Vollmond liegt. Die Kinder konnten eine bunte Auswahl an süßen und salzigen Snacks verzehren, die von den Betreuerinnen Claudia Hauer und Verena Porsch vorbereitet wurden. „Viele haben zum ersten Mal einen Vollmond bewusst erlebt und waren begeistert von der besonderen Stimmung.“, erklärte Bernhard Hauer. Nach dem Picknick machten sich die Kinder, gestärkt und voller neuer Eindrücke, auf den Rückweg. Der Mond stand nun hoch am Himmel und tauchte den Wald in ein silbernes Licht, das die Wanderung besonders ohne Taschenlampe zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Die Ortsgruppe Speichersdorf des B.U.N.D. zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Veranstaltung. „Solche Erlebnisse sind wichtig, um Kindern die Schönheit und Bedeutung der Natur näherzubringen“, erklärte Verena Porsch, Leiterin der Gruppe. „Wir hoffen, dass wir mit der Vollmondwanderung bei den Kindern das Interesse an der Natur wecken konnten und freuen uns schon auf das nächste Jahr.”


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