Seit 2005 klärt die LAG Mali zusammen mit einem Partner in Dioila (Mali) über die Folgen der Mädchenbeschneidung erfolgreich auf. Inzwischen konnte die Kampagne von 5 auf 22 Dörfer ausgedehnt werden. Sie richtet sich an alle Erwachsenen, religiösen und dörflichen Würdenträger und folgt dem Leitsatz „überzeugen statt anklagen“. Auch 30 Geburtshelferinnen wurden mit gezielten Informationsworkshops mit einbezogen.
Bei einer Mitgliederversammlung in Nürnberg wurde der Nürnberger Stadtrat Michael Ziegler wieder als Vorsitzender gewählt. Aus der Oberpfalz (bzw. dem Landkreis Amberg-Sulzbach) stehen ihm der ehemalige Abgeordnete Reinhold Strobl (Schnaittenbach) als stellv. Vorsitzender und Petra Schilling (Sulzbach-Rosenberg) als Vorstandsmitglied zur Seite. Man ist sich im Vorstand einig, dass die Malihilfe solange in Mali aktiv ist, solange „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet werden und das Geld direkt bei der Bevölkerung ankommen kann.
Auf Anfragen der Frauen und angesichts zunehmender Verarmung hatte die Mali-Hilfe in den letzten Jahren auch eine Seifenproduktion als eine Einkommen schaffende Maßnahme für einzelne Frauengruppen mit Materialien und Workshops integriert. In einem Projektvorschlag von Gudrun Kahl ist neu, dass 10 Frauengruppen eigene Aktionen im Kampf gegen die Beschneidung entwickeln und durchführen wollen.
Da die Mali-Hilfe eine kleine Organisation ist und die finanziellen Mittel begrenzt sind, wird ein weiterer Projektvorschlag dann in Angriff genommen, wenn entsprechend Mittel zur Verfügung stehen. Bei diesem Projekt soll ein Garten mit zwei Bewässerungsbrunnen und einer Einfriedung aus Maschendrahtzaun angelegt werden. Das Projekt ist für 50 Frauen aus dem Dorf geplant. Gartenbau ist neben Kleinhandel eine der primären und möglichen Einnahmequellen von Frauen. Es geht aber auch darum, die Nahrungsmittelproduktion anzuschieben.
Wer spenden möchte:
Spendenkonto der LAG Mali e.V.
VR meine Bank eG - Fürth/Neustadt/Uffenheim
IBAN: DE65 7606 9559 0003 2590 05
BIC: GENODEF1NEA