Erich Pilhofer (Vorsitzender des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz) konnte zur Versammlung über 100 Teilnehmer, darunter zahlreiche Ehrengäste, begrüßen. In seinem Bericht ging er auf die im abgelaufenen Jahr durchgeführten Instandsetzungen am Marktgelände ein. Er prangerte die ausufernde Bürokratie, die auf die Landwirtschaft einschlägt, an. Er sagte: „Bauern müssen mit Zucht ihr Geld verdienen, was aufgrund von immer neuen Verboten, Verordnungen und zunehmender Bürokratie schwieriger wird”. Zum Schluss bedankte sich Herr Pilhofer bei allen Veterinärämtern für die gute Zusammenarbeit.
Josef Bauer, Vorsitzender des Milcherzeugerringes Oberpfalz, berichtete von der angespannten Finanzsituation beim LKV. Er forderte eine Erhöhung der Zuschüsse durch das Ministerium. Er sprach sich vehement für die Milchkuhhaltung aus. Bauer sagte, Kühe sind „Abfallbeseitiger”, denn die Tiere machen aus nicht essbarer Biomasse des Grünlandes wertvolle Milch für Lebensmittel und produzieren Dünger für die Felder. Damit kann für den Menschen wieder essbare Biomasse erzeugt werden. „Wir Bauern sind die Lösung des Problems”, so Josef Bauer.
Der Fachliche Leiter des Milcherzeugerringes Oberpfalz Dr. Thomas Nibler berichtete von einer enormen Leistungssteigerung in der Oberpfalz. Durch einige Langzeitkranke beim LKV ist die Arbeitsbelastung sehr hoch. Im züchterischen Bereich ist die Oberpfalz als erster und einziger Zuchtverband in Bayern über die Grenze von 9000 kg Jahresleistung pro Kuh gestiegen. Züchterische Höhepunkte waren die Jungzüchterschau in Wertingen und der Besuch von Staatsministerin Michaela Kaniber auf dem Zuchtbetrieb der Familie Pilz in Oberwahrberg, der der tausendste Betrieb im Projekt Gesundheit und Robustheit ist.
RZO-Geschäftsführer Clemens Spiegl berichtete von konstanten Absatzzahlen. Seit Ausbruch der Blauzungenkrankeit im Herbst 2024 ist der innergemeinschaftliche Handel mit Zuchtvieh gestoppt. Er gab noch einen Ausblick auf das Jahr 2025 und dankte zum Ende seines Berichts allen für die Mitarbeit und Zusammenarbeit.
Vorsitzender Erich Pilhofer führte folgende Ehrungen durch: Kälberfahrer:
Frau Inge und Herr Franz Hefner aus Vorbach von 1987 bis 2024
Einstufung weiblicher Tiere am Markt:
Herr Günther Rodestock aus Rothenstadt bis Dezember 2024
Fachberater Rinderzucht:
Herr Rudolf Traxinger aus Nammering von Herbst 1988 bis März 2025
Anschließend überreicht Herr Dr. Beck vom STMELF an Herrn Erich Pilhofer die Staatsmedaille des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus in Silber. Er würdigte in seiner Laudatio das große Engagement von Erich Pilhofer in vielen züchterischen Ehrenämtern (Zucht, Besamung, Tiergesundheitsdienst, Bauernverband).
Dr. Stefan Neuner vom Besamungsverein Neustadt/Aisch ging in seinem Referat auf die Frage ein, ob Fleckvieh der Rasse der Zukunft ist. Die Antwort war ein klares „JA” und ein Bekenntnis zur Rasse Fleckvieh. Er zeigte die Vorzüge beim Geburtsverlauf, bei der Gesundheit und auch bei den Zukunftsparametern wie Methan oder CO2-Effizienz auf. Für seinen engagierten Vortrag bedankten sich die Organisatoren mit einem Bullenmodell. Ein gemeinsames Mittagessen rundete die fachlich anspruchsvolle Mitgliederversammlung ab.