Am Dienstag, den 18.03.2025, fand in der Regentalhalle Nittenau der Fachbeirat 2025 der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) im Landkreis Schwandorf statt. Die Veranstaltung bot eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Fachkräften, Bildungseinrichtungen und Trägern der Jugendhilfe. Erstmals seit der Corona-Pandemie konnte das Treffen wieder in Präsenz stattfinden, nachdem es in den vergangenen Jahren ausschließlich online abgehalten wurde.
Die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist ein bewährtes und niedrigschwelliges Angebot der Jugendhilfe direkt an Schulen. Sie richtet sich insbesondere an junge Menschen, die sozial benachteiligt oder individuell beeinträchtigt sind und verstärkt auf Unterstützung angewiesen sind. Dies betrifft unter anderem Schülerinnen und Schüler mit hohen Fehlzeiten, erhöhter Aggressivität, Ängsten oder Integrationsschwierigkeiten. Durch präventive und unterstützende Maßnahmen trägt JaS wesentlich zur Chancen- und Bildungsgerechtigkeit bei.
Seit fast 25 Jahren ist das Förderprogramm JaS ein wirkungsvolles und anerkanntes Projekt der bayerischen Kinder- und Jugendhilfe. Im Landkreis Schwandorf sind derzeit 32 Schulen mit JaS-Fachkräften der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. besetzt. Als Leistung der Jugendhilfe wird JaS gezielt an Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf eingesetzt, um junge Menschen bestmöglich zu fördern und ihnen Perspektiven zu eröffnen.
Bei der diesjährigen Veranstaltung folgten nach den Grußworten von Sylvia Meyer, Sachgebietsleitung für Kindereinrichtungen der Johanniter in Ostbayern, Richard Tischler, stellvertretender Landrat des Landkreises Schwandorf, und Dagmar Weininger von der Regierung der Oberpfalz, spannende Fachvorträge. Claudia Hösamer, Koordinatorin für JaS am Kreisjugendamt Schwandorf, gab einen kurzen Einblick in die aktuelle Förderung der Jugendsozialarbeit und stellte die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich vor. Meike Walter, Beraterin für Migration am Staatlichen Schulamt Schwandorf, beleuchtete die besonderen Herausforderungen und Chancen im Bereich der schulischen Integration von jungen Migrantinnen und Migranten.
Nach einem Einblick in die Grundlagen der Jugendsozialarbeit an Schulen durch die Fachkraft der Johanniter an der Mittelschule Neunburg vorm Wald, Alexander Mauritz, bildete ein praxisnaher Vortrag von Karina Pfeiffer, Johanniter-Fachkraft für Jugendsozialarbeit an der Mittelschule Oberviechtach, den Abschluss. Sie sprach über das Thema migrations- und diskriminierungssensible soziale Arbeit.
Die Veranstaltung verdeutlichte erneut die große Bedeutung der Jugendsozialarbeit an Schulen und bot wertvolle Impulse für die zukünftige Weiterentwicklung dieses wichtigen Arbeitsfeldes.