Die Feuerwehr Freihung versammelte am zweiten Sonntag im März ihre Mitglieder und Gäste, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und einen Ausblick zu geben. Vereinsvorsitzender Karl Luber eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung und einem Moment des Gedenkens für die im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder – Rudolf Seidel, Pfarrer Bernhard Huber, Heinz Hegen, Ehrenvorsitzender Günther Ernst und Andreas Sennefelder. Der Rückblick offenbarte die beeindruckende Vielfalt der Aktivitäten der Feuerwehr Freihung. Die Mitglieder besuchten zahlreiche Veranstaltungen, darunter das Gartenfest und die Kirwa der Feuerwehr Thansüß, der Florianstag in Seugast, das Gartenfest der Feuerwehr Großschönbrunn, das 50-jährige Jubiläum des Schützenchor Seugast, das Bockbierfest und Gartenfest des Patenvereins Feuerwehr Kaltenbrunn. Auch verschiedene kirchliche und gemeindliche Veranstaltungen, wie der Volkstrauertag. Bei der Marktmeisterschaft im Kegeln und beim Bürgerschießen war der Verein stark vertreten. Dass die Feuerwehr Freihung auch selbst Feste feiern kann, zeigten sie am gut besuchten Sommerfest, sowie an der Blaulichtparty und natürlich beim traditionellen Kameradschaftsabend. Zahlreiche Geburtstagsgratulationen und Auszeichnungen zur Vereinsmitgliedschaft wurden letztes Jahr ausgesprochen. Spalier stehen durfte die Wehr im vergangenen August bei der Hochzeit der aktiven Kameradin Julia und ihrem Mann Dominik. Karl Luber freute sich über fünf Neuaufnahmen und vermeldete leider einen Austritt. Der Vereinsvorsitzende kündigte an, dass der Verein am 29. März am Starkbierfest der Patenwehr in Kaltenbrunn teilnimmt und lud gleichzeitig alle Vereinsmitglieder herzlichst ein am 4. April das erste Zoiglfest der Feuerwehr Freihung mit Livemusik im Feuerwehrhaus zu besuchen. Im Juni finden drei Feuerwehrfeste in Hannersgrün, Ursulapoppenricht und Etsdorf statt. Das Sommerfest der Feuerwehr Freihung wird am 6. Juli abgehalten und der Kameradschaftsabend am 25. Oktober. „Der Online-Team-Store, über den die Mitglieder Vereinstextilien bestellen können, kommt gut an und war eine gute Idee“, so Luber. Der Vorsitzende dankte abschließend dem Verwaltungsrat, den Aktiven, den Beerdigungsgängern, sowie allen, die am Vereinsgeschehen teilnehmen. Es folgten die Berichte der Schriftführerin Christina Rabenstein und des Kassiers Martin Koppmann. Die Konten, die von den Kassenprüfern, Manfred Göttlinger und Markus Döbereiner, überprüft wurden, wurden als einwandfrei befunden, was zu einer einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft führte. Kommandant Andreas Luber berichtete im Detail über die Einsätze und Übungen des vergangenen Jahres. Darunter eine LKW-Bergung aus einem Straßengraben neben der Bahnlinie, bei der die Züge auf Sicht weiterfahren durften. Zu einem PKW-Brand kam es im Oktober, den der Kommandant als „Essen auf heißen Rädern“ betitelte, denn es handelte sich hierbei um einen Lieferdienst – das Fahrzeug brannte fast völlig aus, lediglich die Warmhaltebox und das darin enthaltene Essen blieb verschont. Ebenfalls im Oktober ereignete sich der anspruchsvollste Einsatz, ein Brand im Gebäude, mit einer Person, die gerettet werden musste. Zu einem LKW-Unfall in Großschönbrunn wurde die Wehr ebenfalls alarmiert, der Fahrer erlitt einen medizinischen Notfall und wurde erfolgreich reanimiert. Der Kommandant dankte hier für die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungsorganisationen. Eine große Vielfalt an Übungsangeboten zählte Andreas Luber auf, unter anderem das THL-Leistungsabzeichen, den Atemschutzleistungswettbewerb, zwei Gemeindeübungen, sowie den THL-Nachmittag. Er zeigte auf, wieviele Aktive, Jugendliche, Führungskräfte und Ausbilder die Feuerwehr Freihung hat. Passend zum Weltfrauentag dankte er den 10 aktiven Frauen. Sein Ausblick auf das kommende Jahr versprach erneut zahlreiche Übungsangebote. Er gab den Anwesenden einen Einblick in die neu gegründete Gemeindejugendfeuerwehr und dankte allen die das möglich machen. Anerkennung zollte er den großzügigen Firmen, der Gemeinde, dem Bauhof und Rathaus sowie den engagierten Kameradinnen und Kameraden, die ihn tatkräftig unterstützen. Wie bereits in den letzten Jahren machte er darauf aufmerksam, dass das Tanklöschfahrzeug Baujahr 1980 ist, damit dies nicht in Vergessenheit gerät. Seinen Bericht beendete Kommandant Andreas Luber mit den Worten: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.” Jugendwart Richard Pröm berichtete von 24 regulären Übungen und zahlreichen Vorbereitungsstunden für die Abnahmen am Kreisentscheid und Berzirksentscheid des Bundeswettkampfes, sowie am Wissenstest. Es wurde eine 24-Stunden-Übung abgehalten, die Flughafenfeuerwehr Nürnberg, die Feuerwehrschule in Regensburg und die Lagerfeuerwehr am Truppenübungsplatz besucht. Außerdem engagierten sich die Jugendlichen mit der Oster-, Nikolaus- und Christbaumaktion aktiv am Geschehen in der Gemeinde Freihung und unternahmen verschiedene Freizeitaktivitäten, wie Bowling und Kartfahren. Dies zeugt von einer sehr engagierten und vielseitigen Jugendarbeit. Die aktuell 12 Jugendlichen wählten vor kurzem Marlies Döbereiner zur Jugendsprecherin und Julian Pröm zum Stellvertreter, 1. Kassier wurde Felix Kohl und 2. Kassier Elias Wiesneth, Revisoren wurden Simon Ertl und Vinzent Wiesneth. Richard Pröm setzt den Fokus für das kommende Jahr auf die Deutsche Jugendspange, den Juniorcup und natürlich wieder auf die Nachwuchsgewinnung. Der Jugendwart dankte allen Unterstützern für ihre wertvolle Mithilfe. Die darauf folgenden Neuwahlen der Kassenrevisoren verliefen sehr zügig, da Markus Döbereiner und Manfred Göttlinger einstimmig wieder gewählt wurden. Bürgermeister Uwe König fasste in seinen Grußworten als Fazit zusammen, das er sich auf die Feuerwehr Freihung verlassen kann und ihn das ungemein beruhigt. Ihm ist die Feuerwehr als Pflichtaufgabe der Gemeinde bewusst, daher muss das Thema auch in der Finanzplanung der nächste Jahre mit behandelt werden. Kreisbrandrat Christof Strobl zeigte sich beeindruckt von den vorangegangen Berichten. Die Feuerwehr Freihung ist sehr gut aufgestellt und das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Der Blick müsse jedoch in die Zukunft gerichtet werden, denn in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren wird es deutlich schwieriger werden die Zahl der Aktiven aufrecht zu halten. Der Kreisbrandrat sehe daher die Gründung der Gemeindejugendfeuerwehr als guten Meilenstein. Strobl wünschte dem Feuerwehrverein und den Aktiven weiterhin viel Erfolg. Er betonte, dass der Erfolg nur dann gesichert ist, wenn genügend Kameradinnen und Kameraden aktiv mitwirken und die Führungskräfte die Mannschaft weiterhin motiviert und gut anleitet. Nachdem beim letzten Punkt der Tagesordnung keine Wünsche oder Anträge der Vereinsmitglieder geäußert wurden, schloss Karl Luber die Jahreshauptversammlung.