Johannes Winderl, Patricia Vogl, Andreas Stepper. (Bild: Birgit Vogl)

Tipps für den Waldbau in Zeiten des Klimawandels

In der Schwarzachtallhalle Neunburg vorm Wald konnte 1. Vorstand Martin Prey eine sehr gut besuchte Versammlung mit 180 Personen begrüßen. Innerhalb der WBV gab es personelle Veränderungen. So konnten für die ausscheidenden Förster Matthias Baumgärtner und Quirin Roderer neue Kräfte gefunden werden: Lisa Bock für die Holzübernahme, Kathrin Lingl im Außendienst, Markus Eckl im Außendienst, Stephanie Krapfl in der Geschäftsstelle und bis September 2025 die beiden Förster Andreas Stepper und Johannes Winderl. Im vergangenen Jahr wurde eine neue Trommelsäge gekauft, sie ist bei Johann Walbrun in Pottenhof stationiert. Desweiteren fanden etliche Holzmarktgespräche und Infoveranstaltungen im ganzen WBV-Gebiet statt. Martin Prey dankte allen Mitarbeitern und Kooperationspartnern und dem AELF Regensburg-Schwandorf für die gute Zusammenarbeit. Geschäftsführer Alfons Vogl blickte auf das vergangene Jahr zurück und konnte bei 70 000 vermarkteten Festmetern Holz mit soliden Geschäftszahlen glänzen. Die Insolvenz der Ziegler Group konnte mit eigenen Rücklagen und Bürgschaften abgefedert werden. In diesem Sinne wird die Waldbesitzervereinigung Neunburg v. Wald – Oberviechtach auch in nächster Zukunft ein Garant für die Erlöse aus dem Holzverkauf sein. Die Kassenprüfer Dr. Günther Gilch und Josef Heiland prüften die Geschäftsdaten und baten um Entlastung der Verantwortlichen. Die beiden frisch ausgebildeten Förster und WBV-Mitarbeiter Andreas Stepper und Johannes Winderl gestalteten das Hauptreferat. Der Grundsatz lautet: „Früh, mäßig, oft” und dies bezieht sich auf Erntemaßnahmen im eigenen Wald, z.B. in Form einer Durchforstung. Der Vorrat in den bayerischen Wäldern ist gut, in den Privatwäldern sogar zu hoch. Dies begünstigt wiederum das Risiko für Käferschäden und Windwurf. Wer seine Bestände pflegt, bekommt stabilere Wälder und kann dann waldbaulich freier entscheiden. Agieren statt reagieren auf Schadereignisse, lautet die Devise. Dabei sollte man sich auch nicht durch die kurzfristigen Preisschwankungen am Holzmarkt irritieren lassen. Forstdirektorin Regina Härtl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf erläuterte das Verbissgutachten 2024 mit den Empfehlungen zum Abschuss für die einzelnen Regionen des Landkreises Schwandorf. Der Forstkollege Forstamtmann Friedrich Reichert ergänzte mit Informationen zur neuen Waldbauförderung ab 01.07.2025. Die Bedeutung der Jagd für unsere Wälder hob die amtierende Bayerische Waldkönigin Patricia Vogl in ihrem Grußwort hervor. Selbst Mitglied der WBV Neunburg-Oberviechtach, ermunterte sie die Anwesenden in jagdlichen Fragen das Gespräch mit Jagdvorstehern und Jagdpächtern zu suchen. Ein weiteres Grußwort sprach der stellvertretende Landrat Reinhard Tischler und hob dabei die Bedeutung des Waldes für die ganze Gesellschaft hervor. Sein Dank gilt den Waldbesitzern und Waldbesitzerinnen, die über Generationen hinweg ihr Bestes tun und sich für den Erhalt des Waldes einsetzen.
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