Josef Sterr mit Josefshofer Hausg'sang und Stubenmusi Schowiedanei (Bild: Inge Kellermann)

„D`Weihnachtsg'schicht” bei der „Heiligen Familie” in Weiherhammer

„Wer das Warten kennt, weiß es: Auf `s Ankommen kommt's an.” Mit diesen Worten leitete der Sprecher der Pfarreiengemeinschaft, Wolfgang Krauß, eine besondere adventliche Feier ein und betonte weiter, dass gerade mit heimatlicher Mundart und vertrauter wohlklingender Stubenmusik das historische Geschehen von Bethlehem einem besonders nahe kommt. Zur einer Oberpfälzer Weihnachtsgeschichte waren deshalb alle aus der Pfarreiengemeinschaft Weiherhammer-Kaltenbrunn-Kohlberg geladen und es waren viele in die Kirche „Heilige Familie” nach Weiherhammer gekommen. Sie sollten den Hochgenuss einer besinnlichen, adventlichen Stunde erleben, in der „D`Weihnachtsg`schicht” von Josef Sterr im Oberpfälzer Dialekt vorgetragen und von der Stubenmusi Schowiedanei aus Regenstauf sowie dem Josefshofer Hausg'sang vorzüglich umrahmt wurde. So kamen Lieder wie „Advent is a Leicht'n”, „Maria durch ein Dornwald ging”, „Äitz is da raue Winter da” und „Wir haben heut` Nacht auf dem Felde gewacht” ebenso zum Vortrag wie „Es ist ein Stern aufgang'n”, „Das Sachranger Menuett”, ein „Staad Lustiger” oder ein „WeihnachtsBoarischer” und zwar jeweils abwechselnd zu eindrucksvollen Passagen der Geschichte. Pfarrer Puthenchira bedankte sich am Ende und regte in Erinnerung an die Hirten zum Aufbruch an zu Orten der Gemeinschaft, um Wärme und Liebe zu bringen und wie Josef anderen beizustehen. Mit dem Segen krönte und beendete er eine Andacht, die in ihrer Art einen starken Akzent setzte gegen eine von vielen Aktivitäten überlagerte Zeit, um das Wesentliche wieder in den Mittelpunkt zu rücken.
Die Teilnehmer des Pfarrausflugs mit Schwester Manuela vor dem Portal der Klosterkirche St. Johannes in Mallersdorf  (Bild: Thomas Rauch)

Pfarreienausflug Weiherhammer-Kaltenbrunn-Kohlberg nach Mallersdorf und Kallmünz

Was für ein Tag! Was für ein Gemeinschaftserlebnis! Groß war das Interesse aus allen Pfarrgemeinden und so startete früh am Morgen des 21. September der voll besetzte Bus von Weiherhammer nach Mallersdorf in Niederbayern und von dort zur Perle des Naabtales Kallmünz. Von Weitem schon grüßten die mächtigen Türmen der Basilika vom Klosterberg, wo uns Schwester Jacobe, die Generaloberin des Ordens der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie herzlich begrüßte. Eine hoch interessante Führung durch die ehemalige Benediktinerabtei und das weitläufige Areal folgte. In der Exerzitienkapelle zelebrierte Pfarrer Puthenchira Gottesdienst, den die versierte Führerin Schwester Manuela, beeindruckt von Kirchenchor unter Ulli Rauch und Organist Paul Leistner, als besonders festlich bezeichnete. Nach köstlichem Mittagsmahl im Klosterstüberl ging es zurück in die Oberpfalz, dorthin, wo unter wuchtiger Burgruine und bedrohlichen Felswänden Vils und Naab zusammenfließen. Mit viel Humor stellte Franz Hübl sein Kallmünz zunächst unmittelbar und dann mit Bildern im Pfarrheim vor. Seine Frau servierte Kaffee und Kuchen und Pfarrer Jesu, auf dessen Wiedersehen wir uns so gefreut hatten, brachte mit Trommel und Gesang alle in Bewegung. Michaela Faß und Ulli Rauch antworteten spontan mit einem passenden Duett. Das gemeinsame Lied „Wo Du Freude hast gefunden …“ intonierte zum Abschied eine gestärkte Pfarreiengemeinschaft. Dank der gelungenen Organisation und der ausgezeichneten Stimmung war in den Gesichtern zu lesen: Ein wunderschöner Tag geht viel zu früh zu Ende.
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