Friedenslichtgottesdienst der Pfadfinder Neuhaus (Bild: Julia Franz)

Verteilung des Friedenslichts und Woodbadge-Kurs-Ernennung

„Vielfalt leben, Zukunft gestalten”, unter diesem Motto geht auch dieses Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem wieder um die Welt. Die Pfadfinder Neuhaus haben das Licht, welches in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet wurde, im Regensburger Dom entgegengenommen und nach Neuhaus gebracht. In Regensburg haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder nach dem Besuch des Christkindlmarkts an der Aussendungsfeier im Dom, welche von Bischof Rudolf Voderholzer feierlich gestaltet wurde, teilgenommen. Eine Woche später verteilten die Pfadfinder das Friedenslicht in einem stimmungsvoll illuminierten Lichtergottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche in Neuhaus an die Gemeinde. Auch inhaltlich war der Gottesdienst auf das Thema abgestimmt. So handelten die vorgetragenen Texte und Geschichten vom „Licht des Friedens” und der Hoffnung, die daraus erwächst. Als zusätzlichen Höhepunkt der Messe überreichten die Vorsitzenden Katharina Baierl und Julia Franz das sogenannte „Gillwell-Halstuch und – Knoten”, ein besonderes, lachsfarbenes Halstuch, sowie die „Woodbadge-Klötzchen”, kleine Holzklötzchen an eine Lederschnur gebunden, an die Leiterin Bettina Wolf als Anerkennung für das erfolgreiche Absolvieren der offiziellen Leiterausbildung der DPSG – auch Woodbadge-Ausbildung genannt. Auch Pfarrer Bartel beglückwünschte Wolf zum Abschluss und dankte sowohl ihr, als auch dem gesamten Pfadfinderverein für ihr Wirken in der Gemeinde. Die Pfadiband umrahmte die Jugendmesse musikalisch mit Liedern wie „Better Days” von WIER und „Merry Christmas” von Ed Sheeran und Elton John und sorgte damit für vorweihnachtliche Stimmung.
Klein gegen Groß beim Maßkrug stemmen.  (Bild: Julia Franz )

Auf ein friedliches Hüttenwochende

Unter dem Motto „Oktoberfest“ starteten die Pfadfinder Neuhaus in ein aufregendes Wochenende ins Grimmerthal. 65 Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 17 Jahren wurden von 21 Gruppenleitern ins Hüttenwochenende begleitet. Zwischen Spiel und Spaß konnten die Pfadfinder auch ihr Können unter Beweis stellen. Das Programm startete passend zum Motto mit einem traditionellen „Bieranstich“ am Freitagabend. Hierfür wurde bereits im Vorfeld ein Bierfass mit Karamalz befüllt. Die Verantwortlichen hatten einen Spieleabend vorbereitet, bei dem die Kinder und ihre Gruppenleiter gegeneinander antreten mussten. Beim Maßkrug stemmen, Brezeln schnappen und einem Bayern-Quiz verhalfen Köpfchen und eine gewisse Ausdauer zum Sieg. Für Samstag wurden verschiedene, typisch bayerische, Stationen vorbereitet, bei denen sowohl Teamfähigkeit und Kreativität als auch Geschick und Wissen gefragt waren. Die Kinder mussten dabei unter anderem einen Parcours absolvieren, eine Fotobox besuchen, Maßkrüge bemalen, „Nageln“ und Dosenwerfen oder bei der Wissens-Station die richtigen Antworten finden. Bei jedem Posten konnten Erbsen erspielt werden. Das Ziel war, am Ende des Tages einen Maßkrug mit allen erspielten Erbsen füllen zu können. Mit Fackeln ausgerüstet machten sich die Teilnehmer am zweiten Abend auf den Weg zur einer Versprechensfeier. Hier legte ein Pfadfinder sein Rover-Versprechen vor den Stammesvorsitzenden und allen anderen Teilnehmern des Hüttenwochenendes ab. Das Versprechen ist ein zentraler Bestandteil der Pfadfinderbewegung. Das Rover-Versprechen, das vierte von insgesamt fünf Versprechen, ist ein weiterer Schritt in Richtung Erwachsen werden. Die Jugendlichen lernen, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und eigene Entscheidungen zu treffen. Danach ging die Nachtwanderung mit einem Gruselpfad weiter. Gespannt lauschten die Kinder gemeinsam zunächst einer Geschichte, bevor es galt, in Kleingruppen einem dunklen Pfad zu folgen. Durch zahlreiche Lichteffekte, Hintergrundgeräusche und einem Wald voller Vogelscheuchen, kam der Gruselfaktor nicht zu kurz. Als am Sonntag die Heimreise anstand, blickten die Kinder und ihre Gruppenleiter auf ein sehr gelungenes und kurzweiliges Wochenende zurück.
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