Spendenübergabe beim Spiel der Blue Devils gegen Rosenheim: Die Schulleitungen der Pestalozzi-Mittelschule (3.v.l.) und der Lobkowitz-Realschule (3.v.r.) überreichen zusammen mit Lehrkräften und Schülersprecherinnen die Spendenschecks. (Bild: Tobias Neubert)

Solidarität ist keine Einbahnstraße - Partnerschulen spenden für die Eishockeyjugend

Seit einigen Jahren dürfen sich die Blue Devils Weiden Paten beim nationalen Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ nennen. Und sie kamen ihrem Patentitel auch mit Taten nach. So wurden regelmäßig Schüler und Lehrer der beiden Patenschulen, der Lobkowitz-Realschule Neustadt und der Pestalozzi-Mittelschule Weiden, zu Spielen der Weidener Kufencracks eingeladen, Spieler kamen zu diversen schulischen Veranstaltungen oder übernahmen sogar einzelne Unterrichtsstunden im Fremdsprachenunterricht. Als nun im November die Blue Devils Weiden und ihr Stammverein, der 1. EV Weiden, unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, war für die beiden Partnerschulen schnell klar, dass man sich solidarisch zeigen wollte. Die SMV der Lobkowitz-Realschule beschloss, einen Teil der Einnahmen des von ihr organisierten jährlichen Weihnachtsmarktes für die Nachwuchsmannschaften der Blue Devils zu spenden und so konnten sie den Verantwortlichen einen Scheck in Höhe von 750 Euro überreichen. Zudem wurden an der Pestalozzi-Mittelschule Muffins gebacken, die im Stadion verkauft wurden. Überdies hinaus organisierten beide Schule miteinander den Druck und den Verkauf von blau-weißen Nikolausmützen mit den Aufdrucken „Blue Devils Weiden“ und „EV Weiden“. Diese beiden Aktionen generierten nochmals Erlöse in Höhe von 1000 Euro, die von den Schulleitern an den 1. Vorsitzenden des 1. EV Weiden, Thomas Siller, überreicht werden konnten. „Wir stehen an eurer Seite, so wie ihr an unserer Seite steht und wir sind stolz darauf die Blue Devils Weiden als Paten zu haben“, so lautete das Fazit des Schulleiters der Pestalozzi-Mittelschule, „denn Solidarität ist keine Einbahnstraße.“
Die Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler liest den Kindern vor (Marina Bergmann) (Bild: Marina Bergmann)

Prominente Vorleser besuchen Pestalozzi-Mittelschule Weiden

„Vorlesen bildet die Grundlage für ganz viele Fähigkeiten, die Kinder und Erwachsene im Leben brauchen. Es hilft dabei, selbst leichter Lesen zu lernen, es stärkt das Einfühlungsvermögen, lässt in andere Lebenswelten blicken, regt die Fantasie an oder fördert auch den Umgang mit anderen.” Am 15. November fand der bundesweite Vorlesetag statt. Zu diesem Anlass durfte sich die Pestalozzi-Mittelschule wieder über mehrfachen prominenten Besuch freuen. Zum einen besuchte der Partner des Projekts „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage in Person des Blue Devils-Stürmers Vlad Filin die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, um ihnen vorzulesen. Aus dem Buch „Jetzt gibt's Saures” von Mary Blood wählte er das Kapitel „Partytime” und ließ die Jugendlichen in eine geheimnisvolle Halloweennacht eintauchen. Im Anschluss stand der Spieler den Schülerinnen und Schülern für ihre zahlreichen Fragen zu den Themenbereichen Lesen, (Eishockey-)Sport, Werdegang und persönliche Interessen zur Verfügung. Was am Ende keinesfalls fehlen durfte, waren Autogramme des sympathischen Eishockeyspielers.In der Klasse 7G war gleichzeitig die Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler zu Gast und las aus dem neuen Band der Kinderbuchserie „Isar-Detektive” des Bayerischen Landtags vor. Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Pestalozzischule  durften eine Stunde lang den Band „Falscher Alarm” zuhören, den die Abgeordnete aus dem Landtag mitgebracht hatte. Das Motto des Vorlesetags 2024 „Vorlesen schafft Zukunft” war perfekt, um die Bedeutung von Lesen für die persönliche Entwicklung zu betonen. Ob Abenteuer, Spannung oder Detektivarbeit – Bücher eröffnen neue Welten und fördern bei den Schülerinnen und Schülern wichtige Fähigkeiten wie Vorstellungskraft und Sprachkompetenz. Die Landtagsabgeordnete nahm sich nach dem Vorlesen geduldig Zeit, um auf zahlreiche Fragen der Mädchen und Buben einzugehen.
Franz Vodermeier, Alexandra Sommer, Robert Wittmann und Michael Fleischmann (von links)  (Bild: Alexandra Sommer)

Überraschung für die neuen Fünftklässler der Pestalozzi-Mittelschule

Den Start ins neue Schuljahr an der Pestalozzi-Mittelschule haben auch die Blue Devils Weiden wieder zum Anlass genommen, die neuen Schülerinnen und Schüler in den 5. Klassen an der Schule willkommen zu heißen. In der Mensa erklärte Franz Vodermeier von den Blue Devils zusammen mit Rektor Robert Wittmann den „Neuen” den Grund für den Besuch. Die Zweitligisten sind der Kooperationspartner der Pestalozzi-Mittelschule beim Projekt „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ und unterstützen die Schule seit Jahren kräftig bei zahlreichen Aktionen. So wurden bereits mehrere gemeinsame Videos gedreht, die bei den Heimspielen der Blue Devils gezeigt wurden. Das „Deiferl“, das Maskottchen des Vereins, konnte leider diesmal aus zeitlichen Gründen nicht dabei sein. Im Miniformat zeigte es sich den SchülerInnen aber dennoch. Herr Vodermeier brachte das „Deiferl“ als Plüschfigur mit und überreichte es der Schulleitung. So wird das „Deiferl“ den Jugendlichen womöglich künftig aus den Büros des Rektors und des Konrektors entgegenlächeln. Danach standen aber die Schülerinnen und Schüler im Fokus. Franz Vodermeier hatte für jedes Kind als Begrüßungsgeschenk einen Gutschein für das Zweitligaspiel der Blue Devils Weiden gegen die Starbulls Rosenheim am 20.09.2024 sowie diverse Fan-Aufkleber im Gepäck. Die Freude bei den Jungen und Mädchen war riesig. Die Schulleitung bedankte sich bei Franz Vodermeier und der Lehrerin Alexandra Sommer, die das Projekt „Schule ohne Rassimus-Schule mit Courage” seit Jahren engagiert betreut herzlich für die gelungene Überraschung. Beide Seiten freuen sich schon jetzt auf weitere, gemeinsame Aktionen.
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