Eine erste Spende in Höhe von 1000 Euro übergaben die Vorsitzenden Rita Kraus (links) und Thomas Pinzer (rechts) von der KAB Tirschenreuth an Pater Yoseph Bugalit Barat (Mitte) vom Missionshaus St. Peter für das diesjährige Weihnachtsprojekt der Steyler Missionare.  (Bild: Beate Heinrich)

KAB Tirschenreuth spendet für Weihnachtsprojekt der Steyler Missionare

Der alljährlich vor Weihnachten stattfindende Töpfer- und Weihnachtsmarkt der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Tirschenreuth ist längst kein Geheimtipp mehr sondern erfreut sich vielmehr großer Beliebtheit. Die angebotenen Artikel bilden dabei auch immer die vielfältigen und kreativen Werke während des ganzen Jahres ab. Und das Töpferteam um Rita Kraus ist sehr fleißig am Werkeln. Zusätzlich vervollständigen am Verkaufswochenende auch noch Adventskränze, Holzarbeiten oder selbstgebackene Plätzchen das Angebot. Nun, nach dem Kassensturz, wurde die erste Spende aus dem Verkaufserlös in Höhe von 1000 Euro von den beiden Vorsitzenden Rita Kraus und Thomas Pinzer an Präses Pater Yoseph Bugalit Barat für das diesjährige Weihnachtsprojekt der Steyler Missionare übergeben. Weitere Spendenübergaben werden in Kürze folgen. Pater Yoseph informierte selbstverständlich gerne über das neue Projekt. Heuer wollen die Steyler Patres in der Pfarrei Vinh Tuy, Ha Giang in Vietnam den Bau von Klassenzimmern für Kinder unterstützen. Es sollen vier neue Klassenzimmer und ein Schulungsraum für verschiedene Bildungskurse gebaut werden. 2018 übernahmen die Steyler Missionare die Leitung der Gemeinde. Pater Joseph Cong Lai Nguyen SVD musste schon bald feststellen, dass die sehr arme Bevölkerung kaum in der Lage ist, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Viele Kinder bekommen zu wenig zu essen und haben dementsprechend Defizite in der körperlichen und geistigen Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und es fehlen Zukunftsperspektiven für die Jugend. Daher bittet Pater Joseph um Spenden, damit die Bildungssituation vor Ort verbessert werden kann. Wer ebenfalls mithelfen möchte, kann seine Spenden an folgende Bankverbindung überweisen: Steyler Missionare St. Peter Tirschenreuth, IBAN: DE73 7535 0000 0000 1018 57 bei der Sparkasse Oberpfalz Nord, Verwendungszweck: Weihnachten. Die Spenden aus der Region werden zu 100 % weitergeleitet, denn sämtliche Verwaltungsausgaben werden vom Missionshaus St. Peter selbst getragen.
Die Ehrung langjähriger Mitglieder war ein Höhepunkt der Jahreshauptversammlung. (Vorne, von links nach rechts) Berta Michl, Margot Bauer und Gudrun Gebert. (Hinten, stehend von links nach rechts) Zweiter Bürgermeister Peter Gold, Anneliese Beer, Vorsitzende Rita Kraus, Vorsitzender Thomas Pinzer, Martina Dill, Stadtpfarrer Georg Flierl und Josef Dill. (Bild: Wolfgang Pinzer)

KAB steht für Solidarität

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Tirschenreuth durfte in der kürzlichen Jahreshauptversammlung wieder eine ganze Anzahl treuer, langjähriger Vereinsmitglieder auszeichnen. Und dies bestätigt auch das diesjährige Motto der KAB, über das Vorsitzender Thomas Pinzer eingehend sprach. „KAB steht für Solidarität!” - Solidarität kommt aus dem Lateinisch-Französischen und bedeutet Zusammengehörigkeit oder auch Miteinander oder Füreinander. Leider jedoch würden die aktuellen Tagesnachrichten eher über das Gegenteil erzählen. Streit, Kriege, Feindseligkeiten, Hass, Unzufriedenheit seien die derzeitigen Hauptthemen. „Alles Nachrichten, die uns immer mehr beunruhigen und uns nicht das Gefühl vermittelt, dass es in nächster Zeit besser werden wird.” Bei näherer Betrachtung werde deutlich, dass sich über die Jahre eine Entwicklung abzeichne, die nicht die Solidarität der Gesellschaft fördere, sondern vielmehr eine Gesellschaft zur Selbstverwirklichung eines jeden Einzelnen. Eine Gesellschaft des sich ausbreitenden Egoismus, der das materielle und irdische Leben in den Vordergrund stellt - ohne christliche Werte. Doch dafür stehe die KAB nicht. Im Gegenteil: „Die KAB steht für eine christliche Gesellschaft, in der der Mensch als Geschöpf Gottes im Mittelpunkt steht!”, so Pinzer. Werde nur nach den Vorgaben der Umsatzsteigerung und der Gewinnmaximierung gedacht, würden viele Mitarbeiter unter Leistungsdruck geraten und die Folge seien vermehrte Krankheitstage bis hin zur Arbeitsunfähigkeit auf Dauer. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer würde wahrscheinlich den Aktionären attraktive Dividenden gewährleisten, die eigenen Mitarbeiter und die heimische Wirtschaft dagegen auf der Strecke bleiben. Deshalb kämpfe die KAB seit ihrer Gründung vor 175 Jahren für sichere Arbeitsplätze mit Wertschätzung für jeden Mitarbeiter.
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