Saatgutbörse in Dieterskirchen fördert genetische Vielfalt
Bis aus Burglengenfeld und sogar Nürnberg sind dieses Jahr die Interessenten gekommen, die sich zum Saatguttauschen im Pfarrheim Dieterskirchen eingefunden haben. Dafür waren es insgesamt ein paar weniger Besucher als noch im Jahr zuvor bei der Premiere des Gartenbauvereins. Da hatten sich die Besucher in einer langen Schlange an den Tischen vorbeigeschoben. Dieses Mal blieb einfach mehr Zeit für Fachsimpeleien unter Hobby-Gartlern und Gemüsebauern in spe. Mit von der Partie war auch heuer wieder die Tomaten-Queen der Gemeinde: Christine Schedlbauer, die eine reiche Auswahl an verschiedenen samenfesten Tomatensorten dabei hatte – und das reiche Wissen um Geschmack und Verwendung der jeweiligen Arten. Auf dem Nebentisch gab es Physalis, Paprika und Chili, ebenso wie Blumen und Stauden, Popcornmais, Melonen, Kürbis und vieles mehr. Wer wollte, durfte sich einfach bedienen. Auch wer kein eigenes Saatgut dabei hatte, musste keineswegs mit leeren Händen heimgehen. „Wir geben das einfach gegen eine kleine Spende in die Vereinskasse her“, erklärte der Vereinsvorsitzende der Gartler, Dieter Berger. So haben alle was von der Saatgutbörse in Dieterskirchen. Am meisten aber die Natur. Der Anbau alter, samenfester Sorten dient dem Erhalt vieler Gemüsesorten und garantiert die genetische Vielfalt in der Zukunft.