Aus Naturmaterialien und Goldfarbe entsteht viel Dekoratives für die Weihnachtszeit (Bild: Maria Treiber)

Weihnachtlicher Bastelabend in Neunaigen

Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Neunaigen hatte zu einem Bastelabend eingeladen. Unter dem Motto „Goldene Weihnachten” entstanden aus Naturmaterialien und Goldfarbe verschiedene Dekoartikel für das eigene Zuhause oder zum Verschenken: Aus Haselzweigen, Holzkugel, Papier, Federn und etwas Goldfarbe wurde ein Chor aus vielen kleinen Holzengeln gestaltet und entweder als Tischdekoration auf einem Teller angerichtet oder als Accessoire für einen Tür- oder Wandkranz aus Moos verwendet. Auch das Blattgerippe der Ahornblätter, die bereits im Vorfeld mit Natron ausgekocht und getrocknet worden waren, wurde mit Goldfarbe zu einer filigranen Schönheit. Die vergoldeten Blätter konnten dann als Wand- oder Fensterdekoration an einem Naturkranz befestigt werden. Nachdem ein Band befestigt war, konnte der Kranz aufgehängt werden. Als Drittes wurden verschiedene Vorlagen (Sterne, Schaukelpferd, Mond, Gänse) mit Hilfe von Transparentpapier durchgepaust, auf eine goldfarbene Prägefolie übertragen und ausgeschnitten. Anschließend wurden mit einer Nadel oder einem Stift die Details in die Folie geprägt. Im Anschluss wurde ein Stück Garn zu einer Schlaufe gelegt und mit der Folie verklebt. Nach dem Trocknen waren die Anhänger für den Adventsstrauß oder den Weihnachtsbaum fertig gestellt. Traditionell übernimmt der Gartenbauverein den Bankschmuck für die weihnachtlich geschmückte Kirche. Dafür wurden an diesem Abend erste Vorbereitungen getroffen und Sterne aus Goldfolie hergestellt. Bei Glühwein, Punsch und Plätzchen blieb aber genug Zeit sich zu unterhalten.
Josef Bernhard informiert über Anbau, Ernte und Verwertung von Aroniabeeren. (Bild: Maria Treiber)

GOV Neunaigen besucht Streuobsthof Bernhard

Kurz vor Beginn der Mostsaison 2024 besuchten die Mitglieder des Gartenbauvereins Neunaigen den Streuobsthof der Familie Bernhard aus Steinach bei Leuchtenberg. Zunächst informierte Josef Bernhard über Anbau und Ernte der Aroniabeere. In Zeiten des Klimawandels könne er diesen anspruchslosen und widerstandsfähigen Strauch auch für den Hausgarten empfehlen. Die dunklen Beeren könne man beispielsweise zu Marmeladen oder Saft verarbeiten. Bei der anschließenden Besichtigung der erst im vergangenen Jahr gepflanzten Streuobstwiese erfuhren die Gartler, dass ein roter Apfel nicht unbedingt reif sein muss, sondern dies von der Sorte oder der Sonneneinstrahlung abhängig ist. Bei ihnen wird erst einmal der Apfel probiert, ehe die Früchte zu Saft weiterverarbeitet werden, so Josef Bernhard weiter. Denn nur aus reifen Früchten lasse sich schmackhafter Apfelsaft gewinnen, wichtig sei es ausschließlich gesunde Früchte zum Pressen zu bringen. Andernfalls wirke sich das negativ auf den Geschmack aus, so der Experte weiter. Außerdem rät er, das Obst maximal ein bis zwei Tage vor dem vereinbarten Presstermin zu ernten und natürlich auch zu waschen. Obst kann aber nicht nur zu Saft verarbeitet werden. Nach einer deftigen Brotzeit erklären die Bernhards, dass sie die Früchte auch zu Sirup, Fruchtaufstrich oder zum Naschen als Dörrobst weiter verarbeiten. Auch Hochprozentiges wird bei den Bernhards hergestellt. Tochter Monika (Teilnehmerin bei der Landfrauenküche 2020) schilderte den Weg vom Destillat ins Glas. Bei der abschließenden Verkostung überzeugten sich die Teilnehmer von der besonderen Qualität der Obstbrände und Spirituosen aus Steinach.
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