Eine musikalische Einstimmung mit zwei sich perfekt ergänzenden Ensembles gab es am Sonntagnachmittag in der St. Johann Nepomuk Kirche in Letzau. Eingeladen zum „Frühling für die Seele“ hatte der Sachausschuss Kirchenmusik der Pfarrei St. Josef.
Nach Begrüßung der vielen interessierten Zuhörer durch Dr. Thomas Kreuzer startete das Flötenensemble FLAUTISTA unter Ihrer Leiterin Cornelia Kick mit der Wassermusik von Georg Friedrich Händel in einer Bearbeitung von Albrecht Rosenstengel den musikalischen Frühling. Mit der Missa in B-Dur von Johann Anton Kobrich entführte das Trio „OGF“ mit Ingeborg Hofmann (Orgel), Eva Danzl (Gesang) und Cornelia Kick (Flöte) von der Empore aus in eine besondere spirituelle Welt. Dr. Kreuzer trug mit seinen Erklärungen zu den einzelnen Teilen der Messe - dem Kyrie, Gloria, Sanctus, Benediktus und Agnus Dei – dazu bei, die geistliche Bedeutung besser nachzuvollziehen.
Harmonisch und ausdrucksstark folgte vom Flötenchor FLAUTISTA das „Quatre Pomenades” von Dubois, mit seinen klanglich abwechslungsreichen und fröhlichen Elementen der vier Jahreszeiten.
Lektorin Doris Kick, die sich die Moderation mit Dr. Kreuzer teilte, leitete mit einem besinnlichen Text zum Stille halten auf die Sonate Nr. 1 von Gustav Gunsenheimer über. Einfühlsam begleitet von Ingeborg Hofmann an der Orgel und dem warmen, filigranen Klang der Altblockflöte von Cornelia Kick erzeugten die beiden Solistinnen eine besondere Atmosphäre. Daran anschließend folgte das Ave Maria von Cherubini, sehr gefühlvoll gesungen von Eva Danzl mit ihrer angenehm weichen Sopranstimme. Mit dem Stück „Meine Seele” von Händel setzten die drei Damen ihren musikalischen Schlusspunkt von der Empore.
Das bestens eingestellte und sauber intonierende Blockflötenensemble übernahm mit dem Andante sowie der kleinen Orgelmusik von Hans Bruckner den musikalischen Schlussteil der stimmungsvollen und musikalisch vielfältigen Andacht. Die Zuhörer dankten dem Engagement der Mitwirkenden durch lang anhaltenden Applaus. Der „Frühling für die Seele” setzte dabei nicht nur auf die Musik, sondern auch auf die Atmosphäre der Kirche, die durch die beiden Ensembles und die Lektoren eine beinahe meditative Ruhe und Erhebung vermittelte. Eine Andacht, die nicht nur von musikalisch, sondern auch sozialer Bedeutung war, da die Spenden im Gedenken an die kürzlich verstorbene Kirchenmusikerin Rosina Ebnet dem Hospiz St. Felix zugute kommen.