Am Freitag, den 21. März, wurde das Nowruz-Fest im Café Mitte in Weiden gefeiert, an dem etwa 140 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern teilnahmen. Die Veranstaltung wurde vom Integrationslotse-Büro der Diakonie Weiden organisiert und erhielt finanzielle Unterstützung durch diverse Vereine. Herr Mehrab Zarei, der neue Mitarbeiter der Diakonie Weiden, trug die Verantwortung für die Planung und Durchführung des Festes.
Das zentrale Ziel des Festes bestand darin, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Traditionen in ihrer Vielfalt miteinander zu verbinden und den deutschen Gästen die Gelegenheit zu bieten, die orientalische Kultur auf eine tiefgehende Weise zu erleben.
Ein kurzer Überblick zum Nowruz-Fest: Der erste Tag des Frühlings kennzeichnet den Beginn des Nowruz-Festes. Nowruz, dessen Ursprung bis in die Zeit der Achämeniden (Persisches Reich) zurückverfolgt werden kann, wird seit mehr als 3000 Jahren nicht nur im Iran, sondern auch in Ländern wie Afghanistan, Tadschikistan, Aserbaidschan, der Türkei, Kasachstan, Georgien und weiteren gefeiert. Das Fest ist eine Feier des Erwachens der Erde aus ihrem Winterschlaf und die Ankündigung des Frühlings, der für Wiedergeburt und Wohlstand steht.
Ein zentraler Bestandteil des Festes war der Nowruz-Tisch, der „Haft Sin”-Tisch, der in jedem Nowruz-Fest traditionell aufgebaut wird. Seit Jahrhunderten legen die Iraner auf diesem Tisch sieben Lebensmittel aus, deren Namen mit dem Buchstaben „S” beginnen, wie Knoblauch, Essig, Grünzeug, Münze, Apfel und andere. Der „Haft Sin”-Tisch ist ein Symbol für Nowruz und ein unverzichtbarer Bestandteil dieses alten Festes. Jedes der Lebensmittel hat eine symbolische Bedeutung, zum Beispiel stehen das Grünzeug für Wachstum und der Apfel für die Geheimnisse der Liebe.
Im Verlauf des Festes wurde musikalische Darbietung geboten, während die Gäste in ihrer traditionellen Kleidung erschienen und gemeinsam tanzten. Darüber hinaus wurden orientalische Speisen und Süßigkeiten gereicht, und die Kinder erhielten kleine Geschenke.
Herr Mehrab Zarei unterstrich, dass interkulturelle Feste wie dieses Brücken zwischen den Menschen schlagen und, unabhängig von Nationalität und kulturellem Hintergrund, einen wesentlichen Beitrag zur Förderung eines stärkeren, solidarischen und vereinten Miteinanders leisten.
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Herr Diakon Karl Rühl, Vorstand des Diakonischen Werkes Weiden, Herr Reinhold Wildenauer, Bürgermeister der Stadt Weiden, Frau Elisabeth Heider, Vorsitzende des Café Mitte Vereins, sowie Herr Veit Wagner vom Verein „Weiden ist bunt”, die in kurzen Reden ihre Wertschätzung für das interkulturelle Miteinander ausdrückten.