Die Feuerwehr Großalbershof muss weiterhin auf die Genehmigung und den Startschuss für den dringend benötigten Neubau ihres Gerätehauses warten. Obwohl der Stadtrat bereits grünes Licht für das Projekt gegeben hat, schreitet die Planung aufgrund begrenzter Kapazitäten in der Verwaltung nur schleppend voran. Diese ernüchternde Nachricht überbrachte Kommandant Alexander Luber bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Schützenheim Forsthof. Er wies darauf hin, dass die derzeitige Unterbringung des Fahrzeugs in einem Zelt keine Verbesserung darstelle. Im Frühjahr 2024 musste das Einsatzfahrzeug für sechs Wochen außer Dienst gestellt werden, da sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Geräteraum Schimmel auf sämtlichen Einsatzmitteln gebildet hatte. Die betroffene Ausrüstung musste aufwendig gereinigt oder ersetzt werden. Luber appellierte eindringlich an die anwesenden Stadtratsmitglieder, das Thema in der Verwaltung zu priorisieren und den Neubau voranzutreiben. Großeinsatz beim Hochwasser im Juni. Der größte Einsatz des vergangenen Jahres war das Hochwasser am 1. Juni in Großalbershof. Die Wassermassen erreichten ähnliche Pegelstände wie vor vier Jahren, sodass mehrere Keller ausgepumpt werden mussten. Dank präventiver Maßnahmen von Privatpersonen konnte das Schadensbild jedoch verringert werden. Beim Thema Hochwasserschutz konnte Luber zumindest Positives berichten: Das Landratsamt bearbeitet derzeit die Pläne, und die Baumaßnahmen könnten noch in diesem oder spätestens im nächsten Jahr beginnen. Engagierte Jugendarbeit und Vereinsleben.
Jugendwart Andreas Schneider stellte die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Feuerwehr vor. So nahm die Jugendgruppe am 24-Stunden-Wachdienst der FF Sulzbach teil und es wurde ins Zeltlager ins Breisgau gefahren mit einem Besuch des Europa-Parks. Zudem wurden zahlreiche Übungen abgehalten. Besonders erfreulich: Jakob Peter und Janosch Kasper bestanden den
Wissenstest mit Erfolg. Auch das Vereinsleben kam nicht zu kurz. Vorsitzender Tobias Falk berichtete von verschiedenen Aktivitäten, darunter der jährliche Vereinsausflug. Ein weiteres Highlight war das Vergleichsschießen im November, bei dem sich die Feuerwehr Großalbershof gegen die FF Iber durchsetzen konnte. Außerdem wurde Tobias Falk für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst durch den Verein geehrt. Appelle für den Gerätehaus-Neubau
In seinen Grußworten betonte Kreisbrandrat Christof Strobl die Bedeutung der Feuerwehr Großalbershof für die schnelle Hilfeleistung im nördlichen Stadtgebiet von Sulzbach-Rosenberg. Er forderte die Stadtvertreter auf, das Projekt Gerätehaus-Neubau endlich umzusetzen. Der Hintergrund: Im Jahr 2026 steht der Wehr die Ersatzbeschaffung ihres Tragkraftspritzenfahrzeugs
(TSF) bevor. Damit Fördermittel für das neue Fahrzeug bewilligt werden können, ist ein normgerechtes Feuerwehrhaus zwingend erforderlich. Strobl nannte die Lösung mit dem Zelt als einmalig in Bayern. Auch Altbürgermeister Gerd Geismann, der die Grußworte der Stadt Sulzbach-Rosenberg übernahm, sicherte zu, das Thema gemeinsam mit seinen Kollegen in der Stadtverwaltung
erneut auf die Agenda zu bringen.