Besuch in der Synagoge  (Bild: Kunigunde Hanauer)

Generation 60+ aus Vohenstrauß auf Bildungsreise

Wieder einmal unternahm die Gruppe Generation 60+ aus der Pfarrgemeinde Vohenstrauß eine Reise. Diesmal ging es in den Nachbarort Markt Floß. Der Weg führte zur Synagoge. Herr Schuller empfing die Gruppe und gab einen interessanten Einblick in die Geschichte der Synagoge. Die Wurzeln der jüdischen Gemeinde reichen bis in das Jahr 1721 zurück. Hier gab es in Floß bereits eine kleinere hölzerne Synagoge. Diese brannte 1813 völlig nieder – ein Bau einer neuen Synagoge wurde für die jüdische Gemeinde nötig. Dieser wurde dann 1815 begonnen und 1817 vollendet. Die Floßer Synagoge wurde auch während der Novemberpogrome 1938 nicht verschont. Es wurden die Fenster zerschlagen, der Thoraschrein herausgerissen und die komplette Innenausstattung völlig zerstört. In den 1950er Jahren befand sich dort für einige Jahre ein Schuhmacherbetrieb. Nach vielen Bemühungen wurde dann im Jahre 1963 die Synagoge von der israelitischen Kultusgemeinde gekauft. Nach einer grundlegenden Restaurierung war der ursprüngliche Zustand der Synagoge dann am 8. November 1980 wieder hergestellt. Nach der Führung konnten sich die Besucher noch in der Synagoge umsehen und auf der Frauenempore eine Ausstellung besichtigen. Nach diesem Kulturteil ging es dann ins Brauhaus. Im urigen Gastraum gab es dann eine gute Brotzeit und ein süffiges Bier. Der Heimat Unternehmer Ludwig Koch informierte noch die Brauhausgäste von seinem Entschluss und Traum von einer eigenen Brauerei und erklärte die verschiedenen Biersorten. Nach einem genussreichen Nachmittag ging es dann nach Vohenstrauß zurück.
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