Die Senioren hören mit viel Interesse den Ausführungen des Dienststellenleiters Schmitt zu.  (Bild: Beate Mardanow)

Seniorenbeirat Neunburg zu Besuch bei der Polizei

Auf Einladung des Dienststellenleiters Herrn Markus Schmitt besuchte das Kaffeekränzchen des Seniorenbeirats letzten Mittwoch die neu renovierte Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald. Das Interesse der Senioren an dieser Besichtigung war so groß, dass noch Stühle aus den Dienstzimmern in den Besprechungsraum herbeigeholt werden mussten. Herr Schmitt erläuterte zunächst die in Bauabschnitten erfolgte Sanierung des denkmalgeschützten Hauses, das vorher 4 Wohnungen auswies, jetzt aber allein der Polizei gewidmet sei. Die Sanierungskosten von rund 2 Mio. Euro seien natürlich eine stolze Summe, aber aus den vergebenen Gewerken würden ja wieder ein Großteil von Steuereinnahmen an den Staat zurückfließen. Das Ergebnis der Baumaßnahme zeigt sich jetzt als ein „Schmuckkästchen” der Stadt und vor allem sei die Polizeistation nun endlich in zeitgemäßem Zustand ausgerüstet. Insbesondere die ab und an benötigte Arrestzelle, die in ihrem früheren Zustand im Keller aus Sicherheitsgründen für die Polizei und den Inhaftierten gar nicht mehr nutzbar gewesen sei, erfülle alle notwendigen Voraussetzungen. Auf Fragen der Senioren zur Sicherheitslage in Neunburg vermerkte Herr Schmitt,dass Neunburg eine sehr gefahrarme Kommune sei. Nur die Versuche des Internetbetrugs seien auch hier im Steigen. Allerdings würden hier oft schwer ausfindig machbare Banden aus dem Ausland agieren. Hier mahnte er grundsätzlich mehr Achtsamkeit an, sogenannte Schockanrufe erstmal konkret zu überprüfen. Und explizit auf die Asylproblematik angesprochen, bezifferte er, sei nur jeder 10. Tatverdächtige ein Asylbewerber. Von den derzeit rund 100 Asylbewerbern im ehemaligen Kasernengelände würden nur eine Handvoll Menschen strafrechtlich in Erscheinung treten. Abschiebungen scheitern nicht unbedingt an der Politik, sondern meist an der Identifikation dieser Menschen und an der Rücknahmeverweigerung der jeweiligen Länder. Angesprochen auf die Voraussetzungen für die Bewerbung bei der Polizei, nannte Herr Schmitt die Mittlere Reife, bzw. den Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Dazu gehören natürlich auch sportliche Voraussetzungen. Im Anschluss an die Informationen führte der Dienststellenleiter durch die Räumlichkeiten und zeigte auch die umfassende Ausrüstung eines Polizeidienstwagens auf. Das anschließende übliche Kaffeekränzchen in der Fronfeste zog sich diesmal selbstverständlich in die Länge. Der Seniorenbeirat lädt am 30. April wieder zum Kaffee ein und bietet an diesem Mittwoch Gesellschaftsspiele an.
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