Die Sternsinger stellten sich nach dem Gottesdienst am Dreikönigstag für ein Gruppenfoto auf der Kirchentreppe auf. Leider waren einige Sternsinger beim Dankgottesdienst verhindert.  (Bild: Karl Georg Haubelt)

Wiesauer Sternsinger im Einsatz für Kinder in Not

Am 2. und 3. Januar machten sich über 35 Ministranten, Kinder und Jugendliche der Pfarrei St. Michael Wiesau als Sternsinger unter dem Motto „Erhebt eure Stimme – Sternsingen für Kinderrechte“ auf den Weg durch ganz Wiesau und die umliegenden Dörfer. Auch das Seniorenheim Steinwaldblick und der Neujahrsempfang wurden von einer Sternsingergruppe besucht. Die Sternsinger ließen sich vom schlechten Wetter nicht entmutigen und haben sich durch Regen, Sturm und Schnee gekämpft um den Weihnachtssegen nach Wiesau zu bringen. Dabei haben sie in diesem Jahr eine großartige Summe von über 8.700 Euro für Kinder in der Turkana und weltweit gesammelt. Das verdient größten Respekt und Anerkennung! Im Gottesdienst am Dreikönigstag dankten die Sternsinger für die gelungene Sternsingeraktion 2025. Sie berichteten den Gottesdienstbesuchern vom diesjährigen Aktionsmotto. Die Sternsinger brachten Gold, Myrrhe und brennenden Weihrauch als Geschenke zur Krippe vor das Jesuskind. Zu den Fürbitten trugen sie verschiedene Gegenstände wie einen Regenschirm, eine Schultasche oder ein Kuscheltier zum Altar. Außerdem einen großen Globus, als Zeichen dafür, dass die Welt ein Ort sein soll, wo alle Kinder und Menschen ein gutes Leben haben sollen, egal wo sie leben. Die Kirchenband „Inflame” umrahmte den Gottesdienst mit traditionellen und modernen Sternsingerliedern musikalisch. Nach dem Gottesdienst trafen sich die königlichen Hoheiten zum gemeinsamen Pizza-Danke-Essen im Pfarrzentrum und berichteten sich gegenseitig von schönen, lustigen, aber auch traurigen Momenten beim Sternsingen. Auch der Sternsingerfilm über das Thema Kinderrechte wurde gezeigt und die Sternsinger waren stolz darauf, diese Aktion zu unterstützen. Mit einem Filmquiz zum Sternsingerfilm endete das gemeinsame Essen. Zum Schluss bekam jeder Sternsinger von Pfarrer Markus Nees und Oberministrantin Maria Sailer eine Urkunde als Anerkennung für dieses wertvolle Engagement und ein kleines Geschenk überreicht.
Am dritten Adventssonntag gestalteten die Ministranten St. Michael Wiesau einen Gottesdienst zum Thema „Regenbogen” und begrüßten neun neue Ministrantinnen und Ministranten. (Bild: Thomas Grabe)

Neuaufnahme, Ehrungen und Verabschiedung in St. Michael Wiesau

Am dritten Adventssonntag gab es in der Pfarrei St. Michael großen Grund zur Freude: neun neue Ministrantinnen und Ministranten wurden in die Gemeinschaft der Wiesauer Ministranten aufgenommen. In einem festlichen Gottesdienst wurden die neun Neuen feierlich begrüßt. Ein weiterer Grund zur Freude war die Ehrung zweier langjähriger Ministranten: Simon Maurer und André Härtl wurden für den zehnjährigen Ministrantendienst in Wiesau geehrt. Sie bekamen als Dankeschön für ihren langjährigen Ministrantendienst eine Urkunde und ein kleines Geschenk zur Würdigung für diesen besonderen Dienst überreicht. Allerdings gab es nicht nur freudige Nachrichten am dritten Adventssonntag: Ein Ministrant wurde aus dem Dienst verabschiedet: Leon Falk beendete den Minidienst im vergangenen Jahr. Zum Abschied bekam auch er eine Dankurkunde und ein kleines Geschenk. Den Gottesdienst gestalteten die Ministranten zum Thema „Regenbogen” und es entstand ein großer „Ministrantenregenbogen” in der Pfarrkirche, als Zeichen für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Zu den Fürbitten wurden Kerzen in allen Farben des Regenbogens angezündet, sodass die Kirche in buntem Licht erstrahlte. Die Kirchenband „INFLAME” umrahmte den Gottesdienst mit vielen adventlichen und modernen geistlichen Liedern. Nach dem Gottesdienst fand die Adventsfeier der Ministranten im Pfarrzentrum statt. Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen wurden zusammen Spiele gespielt, bis der Nikolaus zu Besuch kam und berichtete, was im vergangenen Ministrantenjahr geschehen ist und die Ministranten für ihren wertvollen Dienst in der Pfarrei lobte. Danach bastelten die Ministranten noch Lichthäuser als Adventsdekoration für zu Hause. Außerdem gestaltete jeder Ministrant einen Engel aus alten Gotteslobseiten. So entstanden zum Schluss 38 Engel, die dann dem Seniorenheim „Haus Steinwaldblick” übergeben wurden und den Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen der Aktion „Weihnachtsbriefkasten” eine kleine Weihnachtsfreude machen sollen.
Die Chöre beim Festgottesdienst. (Bild: Bernadette Oppl)

Musikalische Vesper zu Ehren des Heiligen Wolfgang in Wiesau

Ein besonderer Genuss erwartete die Besucher am Sonntag, 17. November, in der Pfarrkirche St. Michael Wiesau: In einer Vesper gedachte die Pfarrei des Diözesanpatrons, des Heiligen Wolfgangs, der vor 1.100 Jahren geboren worden war. Dazu fanden sich erstmalig der Kirchenchor Wiesau, der Festtagschor Wunsiedel, die Streichhölzer Wunsiedel (unterstützt durch Irmgard Strößenreuther), die Bläser Bernadette Oppl (Flöte), Markus Krisch (Oboe), Christina Stöckl und Michael Philip (Trompeten) zusammen. Die Truhenorgel (von der Pfarrei Mitterteich zur Verfügung gestellt) spielte der Wiesauer Chorleiter Jakob Schröder, der auch die Einstudierung seines Chores vorgenommen hatte. Der Regionalkantor der Dekanate Tirschenreuth und Wunsiedel, Stephan Merkes, hatte die musikalische Leitung inne. Mit hoher Präzision und Ausdruckskraft dirigierte er Chor und Orchester. Des Weiteren übernahm er mit sonorer Stimme den Kantorenpart. Zu den Chor- und Instrumentalstimmen gesellten sich die Solistinnen Beate Zehrer und Barbara Riedel. Sowohl der Soloals auch der Chorgesang verschmolzen harmonisch mit den Klängen des Orchesters und sorgten für ein bewegendes musikalisches Erlebnis. Auch für die Gemeinde war Raum zum Mittun: Der Hymnus zu Beginn „Pilger sind wir Menschen” – trefflich ausgewählt – ließ gleich eine große Festlichkeit aufscheinen: Das Lied ist über „Pomp and Circumstance” (einer Melodie von Edward Elgar) getextet und fand seinen Niederschlag im Gotteslob der Berliner Diözese. Den Höhepunkt der Vesper bildete das „Magnificat” in einer Vertonung von Johann Baptist Sternkopf (1753–1817) für 2 Trompeten, Streicher, Solisten und Chor. In fast schon heiterer Manier lässt Sternkopf die Jungfrau Maria ihr „Ja” sagen, der Wechsel zwischen kräftigen Chorpassagen und zierlichen Solostellen machte die Vertonung kurzweilig. Das gegen Ende der Vesper gesungene mächtige Wolfgangslied „Heiliger Wolfgang, lehre uns glauben” stammt aus der Feder von Regionalkantor Merkes, der Text hierzu wurde von Barbara Riedel verfasst. Pfarrer Nees bereicherte den geistlichen Rahmen der Veranstaltung durch seine Ansprache über das Leben des Heiligen Wolfgang. Die Vesper mit ihrer Mischung aus feierlichen Chorstücken, Instrumentalmusik und den Solodarbietungen bot eine stimmungsvolle Verbindung von liturgischer Tiefe und musikalischem Glanz und hinterließ bei den erfreulich vielen Zuhörern einen bleibenden Eindruck: Sowohl die vereinten Chöre von Wiesau und Wunsiedel als auch die durch Bläser ergänzten Streichhölzer überzeugten durch ihre musikalische Sprache und die spürbare Freude am Musizieren.
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