Agathaabend (Bild: Thomas Kreinhöfner)

Agathaabend

Das Patrozinium der Heiligen Agatha, der die Kirche am Marktplatz in Neuhaus geweiht ist, wird schon seit den 50er Jahren mit einem Lieder- und Familienabend gefeiert. Brigitte Kreinhöfner vom Pfarrgemeinderat konnte im vollbesetzten Lingl-Saal viele Gäste aus Neuhaus und der Umgebung begrüßen. Sie ging kurz auf die Geschichte der Kirche ein, die bereits 1393 erstmals als kleine Kapelle erbaut wurde, später bei einem Brand vernichtet und im Jahr 1887 so errichtet wurde, wie sie heute noch erhalten ist. Den Agatha-Abend eröffnete die Kindergarde der Narrhalla Stadt Windischeschenbach mit ihren schwungvollen Gardetänzen, für die sie viel Applaus erhielten. Der Männergesangverein „Harmonie Neuhaus“ brachte Lieder wie den Sonnenwalzer und „Schön war die Zeit“ zu Gehör, die zum Mitschunkeln und Mitsingen einluden. Stefan Schricker und Michael Neugirg traten mit zwei Soloeinlagen auf, bei denen die Gäste stürmisch applaudierten. Auch der Kirchenchor, der sehr stark besetzt ist, sang vier bekannte Lieder, wie „Wunder gescheh’n“ und „Chim Chim Cherie“, die von Lars Amann am Keybord begleitet wurden. Die Lacher hatte der Frauenbund auf seiner Seite, der mit drei Sketchen zum Programm beitrug. Bei einer Aufführung wurde ein zünftiger Schafkopf gespielt, den ein Außenstehender beobachtet und überlegt warum das Spiel nicht „Saukopf“ heißt. Die Burgsteigmusikanten umrahmten den Abend musikalisch und luden ebenfalls zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. So wurde ein lustiger und unterhaltsamer Abend gefeiert. Pfarrer Hubert Bartel beendete das Programm mit einem Dank an alle Mitwirkenden und alle Besucher, die danach noch in geselliger Runde zusammen saßen.
Christbaum in Neuhaus (Bild: Brigitte Kreinhöfner)

Christbaum in der Neuhauser Kirche

Am 3. Adventswochenende wird in der Neuhauser Kirche der Christbaum aufgestellt. Eine große Zahl Helfer ist nötig um den 8,5 Meter hohen Baum in den Altarraum zu bringen. Auf der Wiese von Thomas Kreinhöfner ist die Nordmanntanne etwa 25 Jahre gewachsen, die Clemens und Franz Schönberger fachmännisch gefällt haben. Christian Käß transportierte den Baum mit seinem Rückewagen zur Heilig-Geist-Kirche. Hier warteten ca. 15 Männer, die den Christbaum mit Muskelkraft in das Gotteshaus trugen und aufstellten. Bei dem eingespielten Team, das Ferdinand Schönberger organisiert hat, sitzt jeder Handgriff. Jeder Helfer weiß, was zu tun ist, um die Tanne durch die Kirche zu transportieren, ohne etwas zu beschädigen. Nach eine Stunde Anstrengung stand der Baum im Gotteshaus und alles war wieder sorgfältig aufgeräumt. Dann hatten sich alle eine Brotzeit verdient, die der Kirchenpfleger vorbereitet hatte. Jetzt beginnen Franz und Clemens Schönberger mit ihren Helfern den Baum mit Lichterketten, vielen Kugeln und Strohsternen zu schmücken. Das erste Mal wird der Christbaum in der Kinderkrippenfeier am Heilig Abend um 16 Uhr im Lichterglanz erstrahlen. Ein weiterer Höhepunkt ist dann die Christmette um 22 Uhr, die der Kirchenchor feierlich umrahmt. Einen besonderen Hörgenuss gibt es dann am 2. Weihnachtsfeiertag um 9.00 Uhr. Diesen Gottesdienst gestaltet traditionell die Blaskappelle „Neuhauser Boum“ mit weihnachtlicher Blasmusik. Der Tannenbaum ist dann bis Lichtmess in der Heilig-Geist-Kirche zu bewundern.
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