Beim Elternabend im Städtischen Kindergarten war „Resilienz” Thema beim Vortrag. (Bild: Städtischer Kindergarten Erbendorf/exb)

Elternabend im städtischen Kindergarten Kunterbunt in Erbendorf

Im Kindergarten Kunterbunt referierte die Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Tirschenreuth, Marion Neumann zum Thema Resilienz. Resilienz ist laut der Sozialpädagogin die Fähigkeit, mit schwierigen Lebenssituationen und Krisen umzugehen, dabei ein gutes Selbstwertgefühl zu bewahren und sich weiterzuentwickeln, wie es in einer Mitteilung des Kindergartens heißt. Die Resilienz entstehe im Laufe des Lebens durch das Erleben von Lebenskrisen und Übergängen in neue Lebenssituationen, wie der Eintritt in die Kinderkrippe, den Kindergarten oder die Schule. Kinder hätten im Alter von null bis sechs Jahren ein schnelles Entwicklungstempo, einen großen Wissensdurst und Lerneifer, machten große körperliche Entwicklungsschritte, spielten im Hier und Jetzt und fühlten sich von Verbotenem magisch angezogen. Sie orientierten sich hierbei sehr stark an den Reaktionen der Eltern. Resilienz bedeute nicht, Krisen zu vermeiden bzw. Konflikte aus dem Weg zu räumen. Man solle sich bewusst machen, dass man als Elternteil eine Vorbildfunktion für die Kinder hat und den Kindern Hilfe zur Selbsthilfe anbietet, sodass sie lernen, Probleme zu bewältigen. Kinder brauchten hierbei ein liebevolles Familienumfeld mit klaren Grenzen, aber auch Freiheiten, um sich auszutesten und Herausforderungen meistern zu können. Resiliente Kinder zeigten sich weniger ängstlich, seien gelassener, gingen Probleme an und lernten Verantwortung zu übernehmen. Dies mache Kinder glücklicher und selbstbewusster. Zusammenfassend sei es wichtig, dass die Kinder Menschen haben, die hinter ihnen stehen und sie so annehmen, wie sie sind. Nur so lernten sie eine positive Selbsteinstellung und könnten ungünstige Lebensumstände meistern, da sie über verschiedene Bewältigungsstrategien verfügen.
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