Der Vorsitzende bedankt sich mit einem Präsent bei Maria Treiber.  (Bild: Barbara Dirrigl)

Bei der Frühlingsversammlung stand „mediterranes Gartenfeeling” im Mittelpunkt

Zur traditionellen Frühlingsversammlung bei der alle Besucher eine Primel als Begrüßung erhielten, konnte der Vorsitzende des GOV, Helmut Schönberger, wieder viele Mitglieder willkommen heißen. Als Referentin begrüßte er Maria Treiber vom Kreisverband Neustadt/Waldnaab. Eingangs verkündete der Vorsitzende noch einige aktuelle vereinsinterne Nachrichten. Danach startete Maria Treiber mit ihrem Vortrag: „Mediterranes Gartenfeeling” mit anschaulichen Bildern. Die Gartenkultur geht weit ins alte Rom und Griechenland zurück. Damals diente ein Garten nur zur Ernährung. Zierpflanzen hat man zwar gekannt, aber die wurden höchstens von den Reichen in den Innenhöfen zur Erholung gepflanzt. Die Wiege von mediterranen Gärten ist eigentlich Andalusien. In der Alhambra in Cordoba kann man auch heute noch viele schöne Wassergärten bewundern. Es gibt eigentlich drei verschiedene Typen von Gärten, erklärte die Referentin, und zwar der klassische, der moderne und der Liebhabergarten. Beim klassischen Garten dominieren üppige Blumen mit Einfassung und Skulpturen. Der moderne Garten hat gut durchdachte symmetrische Flächen und klare Linien. Hier kommen auch Formgehölze zum Einsatz. Anders der Liebhabergarten, der besteht aus vielen Kombinationen, eigentlich alles was Freude macht. Mit Kübelpflanzen, ob für sonnige oder schattige Plätze, lässt sich ein mediterraner Garten überall gestalten. Diese brauchen natürlich mehr Dünger und sie müssen auch überwintert werden. Terrakotta-Gefäße tragen auch zu einem mediterranen Flair bei, ebenso Sitzgruppen und Beleuchtung können einen Garten aufwerten. Doch es sollte bei einer Gartengestaltung auch das Klima bedacht werden, meinte Maria Treiber. Anstatt Zypressen kann man als Ersatz Eiben oder Silberölweiden pflanzen. Es gibt heute eine Menge winterharte Gehölze, die auch blühen und wenig Wasser benötigen. Zum Abschluss bedankte sich Helmut Schönberger mit einem Blumenpräsent bei der Referentin.
 Rosa Prell beim Grußwort. (Bild: Barbara Dirrigl)

90-jähriges Gründungsfest des Gartenbauvereins Schmidgaden

Im kleinen Rahmen feierte der GOV Schmidgaden seine 90jährige Vereinsgeschichte. Vorsitzender Helmut Schönberger konnte neben zahlreichen Mitgliedern auch die Ehrengäste Rosa Prell vom Bezirksverband, Hans-Dieter Betz als stellvertretenden Kreisvorsitzenden, Petra Schmidt vom Kreisgartenamt und Bürgermeister Josef Deichl begrüßen. Der Vorsitzende lies die vielen Jahre des Vereins Revue passieren. Als 1934 einige Interessierte den „Obstbauverein” unter Anleitung des Obstbauinspektors Polster gründeten, war das Augenmerk auf die Selbstversorgung gerichtet. Durch den Krieg kam die Vereinsarbeit zum Erliegen und wurde erst 1962 wieder durch Kreisfachberater Polster gegründet mit Josef Reichart als Vorsitzender. In dieser Zeit erhoffte man sich vom Verein Tipps und Tricks zur Optimierung der Obsternte durch qualifizierte Anleitungen. Der Verein unter Josef Reichart war sehr aktiv und wuchs in einem Jahr auf stattliche 60 Mitglieder an. In den 70er Jahren änderte sich die Ausrichtung des Vereins auch auf die Verschönerung der Häuser und des Dorfes. Mit der Zeit wurden dann auch verschiedene Vorträge organisiert mit Erfahrungsaustausch, Veredelungs- und Baumschnittkursen, verschiedene Geräte angeschafft und der Mostbetrieb wurde ins Leben gerufen. Auch Tradition, Brauchtum und Geselligkeit hatten im Verein zur Freude der Mitglieder einen großen Stellenwert. 1982 übernahm Johann Prifling den GOV und 1987 hatten bereits 200 Mitglieder ihren Beitritt erklärt. Ab 1990 unter Alois Dirrigl wuchs der Verein weiter mit Mosthausneubau und vielen anderen Aktivitäten, bis er das Amt 2011 in die Hände von Helmut Schönberger legte. Aktuell hat der Verein 355 Mitglieder. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Mitgliedern und beim Kreisverband für die gute Unterstützung all die Jahre. Durch den Klimawandel steht schon die nächste Herausforderung für den Verein an, denn die Gemüse- und Obstgärten müssen darauf vorbereitet und umstrukturiert werden.
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