Das Faltbecken im Übungseinsatz (Bild: Josef Giehrl)

Mit Güllefass zur Waldbrandübung in Steiningloh

Mit Güllefässern und einem Faltbecken haben die Feuerwehren Steiningloh-Urspring und Hirschau eine gemeinsame Übung durchgeführt. Die trockenen Sommer der letzten Jahre haben gezeigt, dass es immer wichtiger wird, sich mit diesem Thema zu befassen und mit Übungen den Ernstfall zu üben. Bei Dunkelheit wurde ein Wald – und Flächenbrand simuliert. Vor allem für große Einsatzfahrzeuge ist die Zufahrt in den unwegsamen Gelände im Waldgebiet zu den Flächenbränden nicht immer möglich. Die Ortswehr Steiningloh-Urspring spielt in diesem Fall aufgrund ihrer fundierten Ortskenntnisse, das Wissen über nahegelegene Zufahrtsstraßen und Entnahmestellen für Löschwasser, eine wichtige Rolle bei der Brandbekämpfung im Waldgebiet. Die FF Hirschau baute für den Flächenbrand ein Faltbecken mit 5000 Liter Fassungsvermögen an einer zugänglichen Stelle auf. Sehr wichtig für den Aufbau des Faltbeckens bei Nacht war eine gute Ausleuchtung des Platzes durch die Hirschauer Kameraden. Nachdem eine geeignete Zufahrt ausfindig gemacht wurde, begannen die Feuerwehrmänner, im laufenden Ringverkehr mit 4 Schleppern und Güllefässern (5000 Ltr. und 6000 Ltr.) aus nahegelegen Weihern Wasser anzusaugen und das aufgebaute Faltbecken zu befüllen, Die Ortswehr saugte mit der TSF aus dem aufgestellten Faltbecken und bekämpfte in unwegsamem Gelände mit 2 C-Strahlrohren und einem Düsenschlauch den simulierten Flächenbrand. Das Zusammenspiel der beiden Wehren hat laut 1.Kdt. Josef Giehrl (FF Steiningloh-Urspring) und 2. Kdt. Daniel Brearley (FF Hirschau) bestens geklappt.
Zufriedene Gesichter nach dem Wissenstest. Von li. KBM Marco Weiß, KBI Michael Iberer, Kommandant Christian Lenk. Von li. Jugendwart u. 2. Kommandant Klaus Schlosser, Ausbilder Andre Schlaffer, Kommandant Sebastian Jasinsky, Ausbilder Florian Pawluk und stellv. Jugendwart Sebastian Braun. (Bild: Fritz Dietl)

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Jugendwehren.

Zum Ende des Jahres konnten die Mitglieder der Hirschauer und Ehenfelder Jugendwehren dass im Verlauf des Jahres angeeignete Wissen zeigen. Im Ehenfelder Gemeinschaftshaus legten sie den jährlichen Wissenstest ab. Da das Thema Fahrzeugkunde war, mussten bei der Prüfung Fragen zu Fahrzeugbesatzungen, Sitzordnungen und Beladungen der verschiedenen Fahrzeuge benannt werden. Zusätzlich mussten sie den Gruppen: Einsatzfahrzeuge, Feuerlöschfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeuge, Rüst- und Gerätefahrzeuge zugeordnet werden. Außerdem wurden Funkrufnamen abgefragt und die Teilnehmer der Stufe 4 mussten sich auch noch einem praktischen Test unterziehen. Vorbereitet hatten die weiblichen und männlichen Teilnehmer die Jugendwarte Felix Hiemer und Sebastian Braun (Hirschau), sowie Klaus Schlosser (Ehenfeld) zusammen mit einem Ausbilderteam. Die Zusammenarbeit klappte hervorragend und machte den jungen Feuerwehrlern großen Spaß. Die beiden Schiedsrichter Kreisbandinspektor Michael Iberer und Kreisbrandmeister Marco Weiß lobten nach der Prüfung die sehr guten Leistungen aller Teilnehmer. Von den 10 Teilnehmern der Ehenfelder Jugendwehr legten drei die Stufe 1, zwei die Stufe 2 und fünf die Stufe 4, ab. Von den sechs Hirschauer Jugendlichen wurden vier in der Stufe 1 und zwei in der Stufe 2 geprüft. Nach der erfolgreichen Prüfung dankten die beiden 1. Kommandanten Sebastian Jasinsky (Hirschau) und Christian Lenk (Ehenfeld) den Teilnehmern für die geopferte Freizeit, für die Vorbereitung auf die Prüfung und luden zu einer Brotzeit ein.
Die Freiwillige Feuerwehr Hirschau feierte das Fünfjährige ihrer Kinderfeuerwehr „Feuerfunken” im Rahmen eines großen Grillfestes. Zum Geburtstag gab es für die Kinder T-Shirts und Sweatshirts sowie speziell entworfene Hosen und Handschuhe. Von links: FW-Vorstand Michael Schuminetz, Sponsor Christian Reil, Bürgermeister Hermann Falk, einige „Feuerfunken”, 1. Kommandant Sebastian Jasinsky, Betreuerin Marina Schlaffer und 2. Vorstand Thomas Maier. (Bild: Werner Schulz)

„Feuerfunken” feiern ihr Fünfjähriges

Im März 2019 hob die Freiwillige Feuerwehr Hirschau ihre Kinderfeuerwehr aus der Taufe. Bei der ersten Gruppenstunde am 4. Mai erklärten achtzehn Jungen und vier Mädchen ihren Beitritt. Ihrer Gruppe gaben sie den Namen „Feuerfunken”. Vor kurzem wurde das Fünfjährige der „Feuerfunken” im Rahmen eines Grillfestes gebührend gefeiert. Dazu fanden sich in der großen Fahrzeughalle auch die Eltern der Kinder sowie zahlreiche aktive und passive Feuerwehrmitglieder ein. Kommandant Sebastian Jasinsky zeigte sich hoch erfreut über die positive Entwicklung der Kinderfeuerwehr, die bei Marina Schlaffer und Claudia Jasinsky in den besten Händen sind. Seit der Gründung gehörten der Gruppe immer ca. 20 Kinder – aktuell sind es neunzehn - im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren an. Da die Kinder ab zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr wechseln, konnte wieder eine solide Jugendfeuerwehr mit gut zehn Jugendlichen entstehen. Die „Feuerfunken”, so Jasinsky, treffen sich jeden ersten Samstagvormittag im Monat von 10 bis 12 Uhr zu ihren Gruppenstunden. Sie lernen in einem auf das Alter der Kinder angepassten Umfeld auf spielerische Weise die Grundlagen der Feuerwehr. Alle zwei Jahre wird das Erlernte bei der Abnahme der Kinderflamme geprüft. Natürlich dürfe bei den Gruppenstunden der Spaß nicht zu kurz kommen. So trifft man sich z.B. alljährlich vor Halloween zum Kürbisschnitzen oder vor Weihnachten zum Basteln. Die Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier findet jeweils nach einer Fackelwanderung am Kalvarienberg statt. Selbstverständlich sind die „Feuerfunken” auch beim Kinderfaschingszug der Narrhalla mit von der Partie. Kommandant Jasinsky nutzte die Feuerfunken-Geburtstagsfeier auch dazu, sich bei den Sponsoren und Unterstützern der Kinderfeuerwehr zu bedanken. Ihre Spenden ermöglichten es, die Kinderfeuerwehr attraktiver zu machen und auszubauen, damit auch weiterhin der Feuerwehr-Nachwuchs gesichert ist. Ein besonderer Dank galt Christian Reil, Inhaber der Firma Holzbau Reil, für die großzügige Unterstützung bei der Beschaffung der T-Shirts und Sweatshirts, der Stadt Hirschau für die Bereitstellung von speziell für die Kinderfeuerwehr entworfenen Hosen und Handschuhen. Bürgermeister Hermann Falk gratulierte den Führungskräfte der Feuerwehr zu der vor fünf Jahren getroffenen, zukunftsträchtigen Entscheidung zur Gründung einer Kinderfeuerwehr. Man könne nicht früh genug damit beginnen, Menschen für den für das Allgemeinwohl so wichtigen Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. Den Kindern zollte er größten Respekt für ihr Engagement, das hoffentlich bis ins Erwachsenenalter anhalte. Herzliche Dankesworte fand Falk für die Betreuerin Marina Schlaffer. Offenkundig seien die Feuerfunken bei ihr in den besten Händen. Kinder, die sich für die Feuerwehr interessieren, können sich an die Kinderbetreuerin Marina Schlaffer, Tel.01511/1119729, oder den Kommandanten Sebastian Jasinsky, Tel. 0170/3370133, wenden oder einfach bei einer Gruppenstunde an einem Samstagvormittag im Feuerwehrhaus vorbeischauen. Aktuelle Informationen zum Thema Kinderfeuerwehr gibt es außerdem auf der Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Hirschau.
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