BLLV Bezirksausschuss mit zahlreichen Ehrungen engagierter Mitglieder
Die Mitglieder des Bezirksausschusses des Bayerischen Lehrerinnen und Lehrerverbands (BLLV) trafen sich in der Wolfringmühle zu einem kollegialen Austausch. Die zahlreichen Teilnehmer kamen aus jedem Kreisverband der Oberpfalz. Bezirksvorsitzender Manuel Sennert begrüßte die Lehrerinnen und Lehrer und ging in seiner Begrüßung auf die derzeitige Situation an den Schulen ein. Er äußerte deutliche Kritik am neuen Konzept zur Unterrichtsversorgung. Es handle sich nicht um den erhofften „großen Wurf”, sondern um ein Maßnahmenpaket, welches zentrale Probleme des Lehrermangels nicht ausreichend adressiert. Besonders die Gewinnung neuen Personals bleibe eine Herausforderung. Zwar seien Quereinstieg, Nachqualifikation und Werbekampagnen vorgesehen, doch die Rückkehr vieler Lehrkräfte an Gymnasien und Realschulen reiße erneut Lücken. Zudem mangele es an ausreichend Unterstützung für schulartfremde Lehrkräfte. Die Flexibilisierung der Teilzeitaufstockung und die geplante Wiedereinführung von Sabbatmodellen begrüßt der Vorsitzende ausdrücklich. Gleichzeitig verweist er auf die hohe Belastung der Lehrkräfte: Nur 12,75 Prozent erreichen das reguläre Rentenalter, während ein Drittel aufgrund von Dienstunfähigkeit frühzeitig aus dem Dienst ausscheide. Auch die zunehmende Bürokratie sei eine große Herausforderung. Besonders die neu eingeführte Sprachstandserhebung stelle Grund- und Mittelschulen vor zusätzliche organisatorische Hürden. Insgesamt mahnt der Verband nachhaltige Verbesserungen an, insbesondere für Fach- und Förderlehrkräfte. Die bisherigen Ankündigungen der Politik reichten nicht aus. Nötig seien klare Schritte zur Attraktivitätssteigerung des Berufs und eine tiefgreifende Reform der Schulstrukturen. Vizepräsident und Hauptpersonalratsvorsitzender Gerd Nitschke informierte über die anstehende Personalratswahl in 2026. Weitere Themen waren Streiks, die Zuteilungsrichtlinien, die man zum Beispiel für den Ganztag vereinfachen müsse. Auch auf den Erfolg der Klage gegen das Arbeitszeitkonto für Grundschullehrkräfte ging er ein. Des Weiteren schilderte Thomas Unger für das Referat Jugend und Verbände, was es Neues zu den Sprachstandserhebungen gibt. Er sieht langfristig auch eine Mittelschule wichtig, die die Klassen 5 bis 9 abdecken kann. Den M-Zug könne man dann im Verbund anbieten. Einen Verbund kann man auch in punkto Lehrergewinnung stärken. Auf die Sprachstandserhebungen ging auch Siggi Hümmer, seitens der Fachgruppe Schulberatung ein. Arthur Schriml informierte aus seinem Fachgebiet Sozialschutz und erklärte sich bereit in die einzelnen Kreisverbände zu Vorträgen zu kommen. Schatzmeister Alwin Ferstl lieferte einen einwandfreien Kassenbericht. Dies wurde ihm von den Rechnungsprüfern Siegfried Rupprecht und Karl-Heinz Freymann bestätigt. Die Vorstandschaft wurde daraufhin ordnungsgemäß entlastet. Zudem stellte Ferstl auch den Haushaltsplan für 2025 vor. Am Ende der Veranstaltung wurde Angelika Luber vom Kreisverband Neustadt aus dem Bezirksausschuss verabschiedet. Zahlreiche langjährige und verdiente Mitglieder konnten außerdem geehrt werden. Die bronzene Ehrennadel erhielten Edith Rupert-Groher, Astrid Schels, Sepp Hofmann und Mathias Demel. Tanja Kölbel bekam ihre bronzene Ehrennadel im Kreisverband überreicht. Manuel Sennert, Arthur Schriml, Dr. Christoph Vatter, Manfred Seidl und Albert Semmler wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.