Feierliche Stimmung herrschte Ende März in der Landwirtschaftsschule Weiden: 23 Absolventen wurden in einem festlichen Rahmen verabschiedet und erhielten ihre Zeugnisse als „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ sowie den Titel „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft”.
Die Veranstaltung wurde von der Kreismusikschule unter Leitung von Karl Wildenauer musikalisch umrahmt. Der Schulleiter Gerhard Gradl betonte in seiner Ansprache die herausragenden Leistungen der Absolventen und zog einen humorvollen Vergleich zwischen der Schule und dem FC Bayern: „Beide sind über 100 Jahre alt und trainieren ihre Schüler beziehungsweise Spieler auf höchstem Niveau. Unsere Absolventen haben den Aufstieg in die 'Bundesliga der Landwirtschaft' geschafft!”
Besondere Würdigung erhielten die drei besten Absolventen: Florian Schiml aus Schweißenreuth (Note 2,06), Hannes-Michael Seebauer aus Pettendorf (Note 2,12) und Tobias Mayer aus Schirndorf (Note 2,31). Florian Schiml erhielt zudem den BBV-Bildungsgutschein für Persönlichkeitsbildung sowie den Tierpreis des Rinderzuchtverbandes für die beste Prüfung im tierischen Bereich. Den Spaten für die besten Leistungen im Fach Pflanzenbau erhielt Florian Männer aus Zirkenreuth. Weitere Preise und Sachspenden wurden von Banken, dem Maschinenring und dem KS-Landservice bereitgestellt.
Neben der feierlichen Zeugnisvergabe kamen auch die Ehrengäste zu Wort. Landrat Andreas Meier, Stadtrat Hans-Jürgen Gemeiner und MdL Dr. Stephan Ötzinger, Kreisobmann Josef Fütterer sowie Kreisbäuerin Gabi Birkner gratulierten den Absolventen und betonten die Bedeutung einer fundierten Ausbildung in der Landwirtschaft, sowie dem Standort der Schulen und Betriebe in der nördlichen Oberpfalz.
Die Schüler hatten in den vergangenen Semestern ein umfangreiches Programm absolviert, das sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfasste. Besonders die Erstellung der Wirtschafterarbeit stellte eine zentrale Herausforderung dar. Hier wurden Betriebe analysiert und Optimierungsmöglichkeiten berechnet – beispielsweise zur Verbesserung der Grundfutterqualität und Milchleistung.
Zum Abschluss der Feier richtete der Schulleiter Gerhard Gradl ermutigende Worte an die Absolventen: „Vergessen Sie neben Zahlen, Daten und Fakten nicht die Bedeutung von Zuwendung, Liebe und Fürsorge. Setzen Sie sich bewusst Ziele in beiden Bereichen, um nicht die Orientierung zu verlieren.”
Mit einem gemeinsamen Mittagessen endete die Schulschlussfeier feierlich und voller Zuversicht für die Zukunft der jungen landwirtschaftlichen Fachkräfte.