Auf „Melodien und Bilder der Passion“ ließen sich am Sonntag viele Besucher in der voll besetzten Michelfelder Pfarrkirche ein. Die Lieder und Musikstücke brachten die „Michelfelder Moila“ unter der Leitung von Sonja Schwemmer vor sowie an der Orgel der ehemalige Regionalkantor und Gößweinsteiner Basilika-Organist Georg Schäffner. Die Texte waren Sache von Konstantin Lindner. Er ist Professor für Religionspädagogik an der Universität Bamberg und auf der Weidelwanger Mühle aufgewachsen, die zum Michelfelder Pfarrgebiet gehört.
Lindner beschrieb die Fastenzeit als Gelegenheit, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Dazu könne auch die Michelfelder Asamkirche sehr gut beitragen, mit ihrer wunderbaren Akustik und dem reichhaltigen Schatz ihrer künstlerischen Ausstattung. Der Theologe ging auf Petrus ein, der im Hochaltar-Gemälde zentral ins Licht gerückt wird. Der Jünger habe aus Angst Jesus dreimal verraten, sei dann aber doch der „Grundstein“ der Kirche geworden. Das Deckenfresko in der Mitte über dem Kirchenschiff erzähle von den Nöten Jesu im Garten Getsemani. Die „Michelfelder Moila“ griffen dieses Geschehen mit dem Liedvers „Bleibet hier und wachet mit mir!“ auf. Weitere Betrachtungen zur Passion Jesu wurden etwa mit den Liedern „O Haupt voll Blut und Wunden“ und „Wenn wir auch schwach sind“ unterstrichen. Mehrfach waren die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert. Die Darstellung der Auferstehung Jesu durch Cosmas Damian Asam im vordersten Deckenfresko führte zum Bonhoeffer-Gedicht (und -Lied) „Von guten Mächten“. Zum Schluss gab es langanhaltenden Applaus für die musikalischen Darbietungen, und Pater Markus Flasinski spendete den Segen. Beim Hinausgehen konnten die Besucher für die Comboni-Mission von Pater Markus Körber im Südsudan spenden.